"Das haut uns jetzt um": Plastik-Möbel erweisen sich bei "Bares für Rares" als Designer-Schätze

Augen auf beim nächsten Baustellen-Bummel: Welche Schätze es dort zu entdecken gibt, verdeutlichten zwei "Bares für Rares"-Kandidaten aus Bayern.

Jürgen Jung aus Biberbach berichtete von seinem Zufallsfund: "Ich hab die auf einer Baustelle entdeckt. Die mussten da entsorgt werden. Da hab ich gefragt, ob sie die noch brauchen." Gemeinsam mit seinem Kumpel Erwin Müller hoffte er nun auf das große Geld.
Langsam wurde auch der Moderator warm mit den zwölf Stühlen: "Interessant find ich die Stühle, weil man sie so cool stapeln kann. Der erinnert mich an Schulstühle, und der mit der Lehne ist so spacig."
Sven Deutschmanek erkannte das Design: "Das sind sogenannte Casala-Chairs." Entworfen von Alexander Begge und ab 1971 produziert. Nach einer langen Pause gab es 2004 eine Neuauflage.
Das Tolle: "Wir haben hier welche von der ersten Ausführung." Der Experte zeigte zum Beweis die Modell-Nummer und die Schrift "Made in Western Germany".
Lichter interessierte der Kaufpreis: "Ich geh mal davon aus, die hast du sehr günstig bekommen?" Die Verkäufer lachten wissend: "Geschenkt ist nicht zu teuer!" Ihr Wunschpreis lag bei 600 Euro: "Ich weiß nicht. Ist das zu viel?"
Sven Deutschmanek meinte: Nein! "Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand bereit wäre, im Konvolut 1.400 bis 1.600 Euro zu bezahlen." Jubel bei den Verkäufern: "Das haut uns jetzt um!"
"Die Armlehnenstühle find ich schon gut", war Christian Vechtel (rechts) brennend interessiert. Fragte sich nur, zu welchem Preis. Wolfgang Pauritsch machte das erste Gebot. "Ich fang an: 400 Euro für alle."
Vechtel hielt sich immer noch zurück. Deshalb trieb Walter Lehnertz (links) den Show-Neuling an: "Komm, stell dich nicht so an!" Also bot Vechtel 900 Euro und machte die Verkäufer froh. Waldi grinste: "Manchmal muss man dich zum Glück drängeln."
Die Retourkutsche kam beim Verkauf eines russischen Zigarettenetuis aus Silber von etwa 1898, bei dem die Händlerkollegen Waldi auf 500 Euro hochpushten.
140 Euro gab's außerdem für eine Wandmaske von Goldscheider aus den 50er-Jahren.
450 Euro erzielte ein Olympic-Chronograph aus den 50ern, der eigentlich mehr wert gewesen wäre.
Auf 60 Euro brachte es ein Teeservice inklusive Tisch von etwa 1905, das bei den Händlern eher mäßig ankam.
Dafür gefiel eine Brosche mit Wappen von etwa 1880 umso mehr, was der Verkäuferin 500 Euro bescherte.