Händler-Kampf um wertvolles Ölbild bei "Bares für Rares"

Ein seltenes Gemälde löste bei der ZDF-Trödelshow einen wahren Kampf im Händlerraum aus. Denn der Künstler war weltweit bekannt ...

"Das ist was für Militaria-Sammler, das ist was für Pferdeliebhaber und es ist was für Ölgemälde-Sammler. Das kriegen wir weg!", erkannte der Trödel-Moderator die breit gefächerte Zielgruppe. "Es läuft gut schon mal bisher."
Davon ging auch Christian Leopold aus Nordenham aus. Denn ihm war klar, dass er seit Jahrzehnten ein begehrtes Kunstwerk im Familienbesitz hatte: "Ich glaube, dass das Bild eine Rarität ist, weil der Künstler international gehandelt wird. War auch schon auf Auktionen."
"Das war alles korrekt bisher", bestätigte der Experte Albert Maier. "Der Rahmen ist auch original." Karl Gillissen hatte das Bild 1884 in Düsseldorf gemalt, verriet die Signatur.
Zu sehen war ein Offizier mit seinem Pferd, mitten in einer Landschaft, die in der Nähe von Verdun sein könnte. Das fand Horst Lichter ziemlich lustig: "Der hat sich verritten, deswegen guckt er auf die Landkarte."
Der Schätzwert von 700 bis 800 Euro hellte die gute Laune noch mehr auf. Da ahnte jedoch noch niemand, dass gleich eine Händler-Schlacht folgen würde ...
Denn gleich drei Kontrahenten hatten ein Auge auf das Gemälde geworfen. Liebe auf den ersten Blick war es bei Wolfgang Pauritsch: "Haben Sie gewusst, was Sie da für einen Schatz hängen haben die letzten 40 Jahre?"
Julian Schmitz-Avila war ebenfalls ganz verzückt von der hohen Kunst: "Es ist auf jeden Fall eine schöne Malerei. Macht Spaß es anzugucken. Schönes Pferd. Der hat was gekonnt."
Auch der Kollege aus der Eifel Walter Lehnertz war vom Motiv ganz gefesselt: "Der konnte malen." Sein Startgebot von 280 Euro wurde schnell auf 500 Euro hochgetrieben. Zu viel für Waldi. Er klinkte sich aus dem Gefecht aus.
Pauritsch und Schmitz-Avila duellierten sich weiter bis auf 800 Euro hoch. Doch dann machte Schmitz-Avila eine Entdeckung: "Da ist ein kleines Loch drin!" Er stieg schweren Herzens aus: "Es fällt mir schwer, das gehen zu lassen, aber ich lass es gehen."
Strahlender Sieger war Wolfgang Pauritsch. "Das ist MEIN Bild!", jubelte er, als er die Scheine auf den Tisch blätterte.
Mit weniger Aufregung wechselten die anderen Objekte den Besitzer: Eine Kette von 1910 mit Anhänger aus Gold und Platin, der mit Diamanten besetzt war, wurde für 700 Euro verkauft.
Eine dreibeinige 50er-Jahre Retro-Lampe aus Teakholz und Messing erzielte mit 130 Euro fast den doppelten Schätzwert.
Eine antike Blümchen-Brosche aus Gold und Silber mit Diamanten und Saphiren wurde für 1.000 Euro abgegeben.
Und ein sehr alter Kinderwagen von 1890 brachte dem Verkäufer 100 Euro ein.