"Großes Kino": Unglaublicher Dachbodenfund bei "Bares für Rares"

Glück im Unglück - einen wertvollen Dachbodenfund hätte es ohne vorherigen Dachschaden wohl nicht gegeben.

Horst Lichter (rechts) war verzückt: "Das is ja ein verrücktes Spiel!" Das "Bares für Rares"-Objekt hatte auch eine verrückte Geschichte im Gepäck, die den Moderator ebenso wie Experte Detlev Kümmel kurz umhaute.
Die erzählte Marcus Müller in der Kurzfassung: "Uns ist ein großer Ast aufs Dach gefallen und hat den kompletten Dachstuhl beschädigt. Da mussten wir eben raufklettern. Und da haben wir in einer Kiste dieses Gerät gefunden", wurde der Gastronom aus Veilbronn zum Raritäten-Besitzer.
Horst Lichter war kurz geschockt. Doch zum Glück sollte der Unglücksfall gleich ein glückliches Ende nehmen. "Das sieht sehr witzig aus. Das ist kein Glücksspielautomat?", fragte er den Experten Detlev Kümmel.
"Nein, das ist ein Geschicklichkeitsspiel", erklärte der Fachmann den Automaten. Durch einen geschickten Fingerschlag sollte eine Münze in gewisse Felder befördert werden.
Der Moderator bemängelte: "Das Ding sieht nicht so wahnsinnig wertig aus." Detlev Kümmel sah das ganz anders: "Ich bin so froh, dass er aussieht, wie er aussieht." Denn das bewies, dass es ein Original und keine billige Kopie war.
Außerdem gab es den Zulassungsschein aus dem Jahr 1952 für den Hersteller Erich Büttner. "Das ist wirklich ein Original. Sammler werden begeistert sein", holte der Experte zum finalen Schlag aus. "Der muss um 1.000 Euro bringen!" Boom! Damit hatte keiner gerechnet.
Eine Frage hatte er aber noch: "Wann gewinne ich?" Nach einer kurzen Erklärung des Spielautomaten überboten sich die Händler gegenseitig. Schmitz-Avila wollte das Ding unbedingt: "Für mich ist das ganz großes Kino. Ich find den super!"
Bei 700 Euro gewann er zumindest das Rennen um die Rarität. Seine Kollegen lachten: "Beim nächsten Stromausfall bist du damit im Casino ganz weit vorne."
Die anderen Händler kamen ebenfalls zum Zug. Eine Sammlung aus vergoldetem Modeschmuck aus den 30er- bis 50er-Jahren kauften sie für 200 Euro.
Eine 20er-Jahre Porzellantischlampe aus der Manufaktur Fraureuth von Hermann Nonnenmacher gab es für 450 Euro.
700 Euro kostete eine spanische Drehorgel aus den 50er-Jahren von Vincente Llinares.