Geldsegen bei "Bares für Rares": Sperrmüll-Möbel sahnen richtig ab!

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Horst Lichter weiß durch seine langjährige Erfahrung als Moderator von "Bares für Rares" ganz genau: Retro-Möbel sind im Trend! Doch dass diese alten Sperrmüll-Stühle noch richtig Geld bringen können, hatte er ganz sicher nicht erwartet. Was die ausrangierte Sitzgruppe wert war, verrät die Bildergalerie ...

Ein Kennerblick von Horst Lichter auf die Sitzgruppe reichte aus, um eine Sensation bei "Bares für Rares" zu wittern. Denn diese Retro-Stühle waren tatsächlich Designer-Möbel - und wahnsinnig gefragt. Das Unglaubliche daran: Die teuren Teile wären fast im Müllcontainer gelandet ...
"Du räumst das Esszimmer auf? Du hast dich sattgesehen?", versuchte Horst den Grund für Thorsten Wattenbergs Kommen zu erraten. Doch der Abteilungsleiter aus Iserlohn wollte in erster Linie mehr über seine Möbel erfahren.
Die hatte er vor Jahren bei einer Haushaltsauflösung geschenkt bekommen: "Ich hab gesehen, dass die von Eames sind und hab gesagt: Die sind aber auch was wert." Seitdem standen sie allerdings nur bei ihm im Keller herum und nahmen Platz weg.
Trotzdem war es gut, dass er damals die Stühle vor dem Sperrmüll gerettet hatte. Denn der Trödel-Experte Sven Deutschmanek verriet nun, wie wertvoll die Sitzgruppe tatsächlich noch ist.
Die Designer der Stühle Charles und Ray Eames waren sehr bekannt, ebenso der Hersteller Herman Miller. Das Material fand Sven ebenfalls toll: "Das sind sogenannte Fiberglas-Chairs."
Noch dazu waren die Stühle echt retro, denn sie wurden spätestens 1957 produziert, vermutlich sogar viel früher. "Das hätte ich nicht gedacht, dass die so alt sind", zeigte sich sogar Horst Lichter überrascht.
"Was ich sehr gut finde, ist, dass die Polster nicht so versaut sind", schätzte Sven Deutschmanek den Zustand der Sitzflächen als sehr gut ein. Sein Fazit: 550 Euro könnten für die vier Designer-Stühle und den Tisch drin sein.
Eine tolle Summe für den geschenkten Sperrmüll! "Wie sagt der Händler? Im Einkauf liegt der Segen", schickte Horst Lichter Thorsten einen Raum weiter.
Dort machten sich die Trödel-Händler sofort ans Werk und prüften die Sitzgarnitur auf Herz und Nieren. "Das ist bestimmt Herman Miller", erkannte Markus Wildhagen (links) auf den ersten Blick. "Des is' ein ganz bekannter Designer", stimmte ihm Ludwig Hofmaier fachmännisch zu.
"Sitzen tust gut. Stabil", bestand der Designer-Stuhl auch Ludwigs Sitztest. "Lucki, brauchst du neue Stühle und einen Tisch?", pries Julian Schmitz-Avila (Mitte) die Möbel an. "Momentan brauch ich keine", war der Händler aus Bayern damit leider schon raus.
Immerhin blieb Markus noch im Rennen und machte mit seinem Gebot von 450 Euro den Sack zu. "Die Farbe ist nicht ganz so sexy", entschuldigte er sich, dass er sich nicht weiter nach oben handeln ließ.
Verkäufer Thorsten freute sich trotzdem über den tollen Gewinn für die geschenkten Möbel: "Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder Platz im Keller habe."
Im Händlerraum waren auch die anderen Verkäufer erfolgreich: Ein kleines Nähset für die Reise aus den 40er-Jahren wurde mit 130 Euro überraschend gut bezahlt.
Die Bronzestatuette eines Läufers nach einem Entwurf von Wilhelm Martini entlockte den Händlern sportliche 950 Euro.
Eine goldene Brosche mit Rubinen und Diamanten im ungewöhnlichen Design erzielte mit 600 Euro wesentlich mehr, als sie eigentlich wert gewesen wäre.
Und zwei große Vasen mit Tablett aus Zinn und Messing aus dem Jahr 1910 gefielen den Händlern so gut, dass sie sich gegenseitig auf 350 Euro hochhandelten.
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