Klein, aber fein: Diese Gewürzkelche lösten ein Wettbieten aus

Bevor sich ihre Kinder darum streiten, wollte die Verkäuferin ihr Silber lieber zu Geld machen. Ob das gelang, erfahren Sie in der Galerie.

So hat es Horst Lichter am liebsten, wenn er an den "Bares für Rares"-Expertentisch tritt: "Hach, der Tisch ist gedeckt!" Was dort hübsch aufgereiht stand, war etwas ganz Besonderes, wie er gleich von Experte Albert Maier erfahren sollte ...
Renate Pütz war sich unsicher: "Man hat mir gesagt, das wären Gewürzkelche." Die Rentnerin aus Aachen wollte verhindern, dass sich ihre Kinder irgendwann um die Erbstücke streiten und sie stattdessen lieber zu Geld machen.
Dort wurde das Set in den 20er-Jahren einst gefertigt. Die zwei Senf- und vier Salztöpfchen waren in gutem Zustand. Leider fehlte eins der Löffelchen.
Frau Pütz entschuldigte sich: "Ich habe es mal auf einer Ausstellung gehabt. Seitdem fehlt der Löffel." Glücklicherweise wirkte sich das nur minimal auf den Schätzwert aus ...
Der lag nämlich immer noch bei 400 Euro. Frau Pütz hatte sich zwar ein bisschen mehr erhofft, wollte ihr Glück trotzdem bei den Händlern versuchen.
Walter Lehnertz bekam sofort große Augen: "Engelchen, hier haste aber was Feines mitgebracht!"
Daniel Meyer (links) stimmte zu: "Tischkultur vom Besten und vom Feinsten. Wenn Sie das mal richtig durchputzen und auf einen Tisch stellen, wenn Sie Gäste haben, ist das natürlich die Sensation."
Jan Cizek (rechts) hatte ebenfalls schon Visionen: "Ich finde das total zeitlos, das kannst du wirklich mit modernem Geschirr kombinieren."
Doch es war tatsächlich "Waldi", der mit einem Gebot von 380 Euro seine Kollegen schließlich ausstach. Jan Cizek überrascht: "Waldi, willst du wirklich das Silber für dich benutzen?" Wollte er nicht: "Quatsch, ich verkauf alles!"
In der aktuellen Folge "Bares für Rares" fand auch eine handbemalte Steingut-Vase von 1900 einen Käufer - für 450 Euro.
300 Euro investierten die Händler in ein Postkartenalbum von 1890 bis 1910.
600 Euro und damit knapp mehr als den Schätzpreis gab es für einen Diamant-Ring von 1910.
Und das Emaille-Werbeschild einer Brauerei, etwa aus den 60er-Jahren, holte mit 250 Euro den doppelten Schätzpreis.