Expertin steht auf dem Schlauch: Dieses "Bares für Rares"-Rätsel blieb ungelöst

Fragende Gesichter bei "Bares für Rares": Ein skurriles Utensil behielt am Dienstag in der Trödelshow sein Geheimnis.

Dieses Ding war ganz nach Horst Lichters Geschmack: "Der hat was ganz Jeckes mitgebracht. Ich hab keinen blassen Schimmer, was es sein soll." Der "Bares für Rares"-Moderator liebt Rätsel. Doch diesmal wusste keiner die Lösung ...
Thomas Maria Claßen aus Mönchengladbach legte große Hoffnung in die Expertin: "Ich hab keine Ahnung, was das ist. Wir machen viel Flohmarkt. Ich hab so was noch nie gesehen." Das Ding hatte er bei einer Wohnungsauflösung entdeckt und mitgenommen.
"Das ist auf jeden Fall ein absolutes Kuriosum", wollte die Expertin nicht recht zugeben, dass sie genauso im Dunkeln tappte. Sie kannte nur ähnliche Küchenutensilien ohne Ausgussklappe von vor 100 Jahren. "Da wurden die gerne zum Servieren von Schneckensuppe verwendet."
Der Tipp der Expertin: Es könnte eine Kelle für Kräutersoße sein. Ihr Schätzwert von 100 Euro kam durch den hohen Kuriositätsfaktor zustande. Horst Lichter war ein wenig enttäuscht, das Rätsel nicht gelöst zu haben. Vielleicht war unter den Händlern ein Kenner dabei?
Leider nein, keiner der fünf Fachleute konnte mit dem Ding etwas anfangen. Doch es gab kreative Ideen. Wolfgang Pauritsch (links): "Honig?" Walter Lehnertz: "Ist das ne Pfeife?" Fragende Gesichter.
Also versuchte Herr Claßen, die Soßen-Theorie von Wendela Horz nochmal wiederzugeben. Susanne Steiger hielt das für möglich: "Ich glaub, man kocht das einfach mit den Gewürzen, damit man das nachher nicht suchen muss." Waldi fiel was Besseres ein ...
"Da tust du Puderzucker rein!", präsentierte er seinen Verwendungszweck. "Ich wollte schon immer mal einen Puderzuckerstreuer haben." Das Kaufinteresse stieg mit jedem falschen Rateversuch.
Wolfgang Pauritsch wurde unruhig: "Ich muss das Ding haben, weil ich nicht weiß, was es ist!" Doch Waldi zahlte mehr, nämlich 230 Euro. "Dann habe ich ein Rätsel gekauft!" Das war zwar teuer, aber den Spaß wert.
Erfreuliche 170 Euro gab es für ein anderes ungewöhnliches Objekt: einen Getreideprüfer von etwa 1890.
Der Renner war ein silbernes Mokka-Set aus den 30er-Jahren, das 520 Euro erzielte.
Ebenfalls begehrt war die Rosenthal-Porzellanfigur "Fortuna" von Ernst Wenck, die durch ihre nackten Brüste eine Summe von 500 Euro einbrachte.
Und beachtliche 1.150 Euro wurden für zwei Sgabello-Stühle aus Italien von etwa 1880 gezahlt.