Sogar die Experten waren geblendet: Gold-Imitat bei "Bares für Rares" entlarvt

"Das Ding find' ich gut", jubelte Horst Lichter. "Das ist massiv Gold!", hallte es später aus dem Händlerraum. Bei "Bares für Rares" lernten am Freitag alle die Lektion, die Dinge nicht nach dem äußerlichen Glanz zu bewerten.

Horst Lichter (rechts) war vom schönen Licht der Wandlampe hypnotisiert: "Soll ich dir was sagen? Das Ding find ich gut!" Die hätte er gerne gehabt! Doch dann passierte etwas, womit der "Bares für Rares"-Moderator nicht gerechnet hätte ...
Detlev Kümmel schob ihm die Rarität zu: "Fass mal an und heb mal hoch. Es ist nicht das, wonach es aussieht ..."
Horst Lichter tat, wie ihm befohlen - und stellte enttäuscht fest: "Ach Gott! Das is Kunststoff. Ich dachte, das wäre aus Metall." Aus der Traum von der prunkvollen Lichtquelle.
Doch er gab der Rarität, die der Verkäuferin Angelika Henlein aus Aschaffenburg bei einer Haushaltsauflösung in die Hand gedrückt wurde, noch eine Chance: "Eine Enttäuschung hatte ich jetzt, weil's aus Kunststoff ist. Heißt aber ja nix."
Leider passte das Design nicht zum Wohnstil von Frau Henlein: "Wir wohnen im Gelsenkirchener Barock." Immerhin lag der Wert der Kunststoff-Leuchte bei 130 bis 180 Euro.
Die Händler fielen ebenfalls auf die glänzende Optik herein. "Das ist massives Gold, oder Waldi?", wollte Julian Schmitz-Avila wissen. Fabian Kahl (rechts) ging ebenfalls von Edelmetall aus: "Das ist massiv Gold!" Nur Walter Lehnertz (links) ließ sich nicht blenden: "Das is' nix! Das is' Plastik!"
Das machte jedoch nichts, schließlich sah die Lampe super aus. Wolfgang Pauritsch (links) haute auf Anhieb den Wunschpreis der Verkäuferin raus: "Ich möchte mit 100 Euro starten."
Fabian Kahl erhöhte noch auf 110 Euro. Aber weniger, weil ihm die Lampe so gefiel. Viel mehr, um sie seinem Kollegen wegzuschnappen. "Irgendwo werd ich schon einen Platz finden", lachte er schadenfroh.
Goldglänzend war ebenfalls die Muse "Euterpe" aus der Zeit um 1900, trotzdem war sie nur aus Bronze. Für 320 Euro blieb sie bei den Händlern.
Für 120 Euro fand auch ein Steiff-Plüschpferd mit Rollen von 1968 einen neuen Besitzer.
Eine Amphora Dekor-Vase im Jugendstil von etwa 1904 brachte die runde Summe von 1.000 Euro ein.
Und ein goldenes Teppicharmband aus den 1950er Jahren erzielte mit 1.100 Euro den Schätzpreis.