Experte flippt aus: Weltberühmte Kunst bei "Bares für Rares"

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Das hatte Horst Lichter nach all den Jahren als Moderator der ZDF-Show "Bares für Rares" noch nie gesehen! Am Freitag bekam er ein Kunstwerk vorgesetzt, bei dem sogar sein Experte völlig begeistert war. Worum es sich dabei handelte, zeigt die Bildergalerie.

Lichter war überwältigt von dem Wandbehang, den Ines Batista, Designerin aus Düsseldorf, mitgebracht hatte: "Du bist die Erste, die jemals hier war mit einem so bunten, modernen Teppich."
Ebenso begeistert war der Experte Albert Maier, der die seltene Knüpferei ganz genau unter die Lupe nahm. Die eingestickte Signatur verriet das Entstehungsjahr 1976, ebenso den Künstler Bjørn Wiinblad.
"Es handelt sich um einen berühmten dänischen Künstler", verkündete Maier ganz aufgeregt. "Dieser Künstler war weltberühmt. Seine Werke hängen in allen großen Museen dieser Welt."
49 Jahre lang war er Chef-Designer der bekannten Porzellan-Firma Rosenthal. Der Mode-Designer Gianni Versace sagte über ihn: "Bjørn Wiinblad, das ist der Versace des Nordens." Horst Lichter hörte gespannt zu: "Das ist ja unglaublich!"
Von dem Modell "Julia" gibt es nur 36 Stück. Dieser Wandteppich trägt die Nummer 16. "Schurwolle, handgewebt", fügte der Experte hinzu.
"Handarbeit ist schon mal gut", wusste Horst Lichter und erkannte das finanzielle Potenzial. "Das ist ja ein Designer-Stück. Das hängt man an die Wand, und es ist Kunst."
Als Kunstwerk hing der Teppich im Treppenhaus der Eltern von Ines Batista. Ihr selbst fehlt der Platz: "Ich kann ihm einfach nicht den nötigen Raum bieten." Jetzt hoffte sie auf 500 Euro.
Albert Maier war entsetzt: "Diese 500 Euro, die Sie hier fordern, sind irreal! Sie müssen mehr fordern!" Mindestens 900 bis 1.000 Euro wären seiner Einschätzung nach drin.
Wolfgang Pauritsch (l.) machte den Anfang: "Mir gefällt es. Ich möchte mit 150 Euro starten." Julian Schmitz-Avila (M.) verliebte sich auch: "Ich find die Farben immer besser."
Walter Lehnertz war hin- und hergerissen: "Also ich find' das zwar grottenhässlich ...", trotzdem sah er sich den Teppich zur Sicherheit noch aus einer anderen Perspektive an.
Schmitz-Avila fantasierte weiter: "Der Kopf könnte auch von Cleopatra sein. Auch die Nase." Lehnertz hatte dafür kein Verständnis: "Wie bist du denn drauf?"
Teppichkäufer wurde jedoch Jan Cizek. 710 Euro war ihm die Wandkunst wert. "Ärgerlich. So was kriegt man bestimmt nicht wieder", trauerte Schmitz-Avila der verpassten Chance hinterher.
Die anderen Objekte konnten ebenfalls begeistern: Manschettenknöpfe aus Silber von etwa 1900 erzielten 430 Euro.
Und ein Konvolut aus Blechflugzeugen aus den 1980er-Jahren vom Hersteller VEB Plasticart holte 260 Euro.