Erotische Kostbarkeit bei "Bares für Rares": Horst Lichter bekommt "ein Kribbeln im Bauch"

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter wurde ganz hibbelig. Aber nicht wegen der nackten Frau auf dem Griff des Flanierstocks, sondern wegen des Materials.

Horst Lichter kriegte sich vor Superlativen kaum noch ein, als er in der Mittwochsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" den antiken Flanierstock sah: "Oh, der ist sehr, sehr schön. Der ist wunderschön. Ich bin sehr dankbar, dass ihr so ein schönes Teil mitgebracht hat. Wo habt ihr den her?", wollte der Moderator unbedingt wissen.
Der Stock mit dem weiblichen Akt als Griff wurde als Tauschobjekt gehandelt. Der Verkäufer Rainer Diercks hatte ihn vor über 30 Jahren im Gegenzug zu Fliesenarbeiten für einen Nachbarn erhalten. Ein aus seiner Sicht mehr als fairer Handel, wie man bereits ahnen konnte.
Auch Albert Maier fand Gefallen an dem ausgefallenen Stock. "In unseren Kreisen fällt dieses Objekt in die Kategorie Erotika!" Mit einem trockenen "Aha!" wechselte Horst Lichter schnell das Thema. Denn viel mehr interessierte ihn das Material und nicht die nackte Frauendarstellung am Griff.
Mit einem zweiten Ring auch aus echtem Gold konnte der Stock in der Hälfte aufgeschraubt werden. Experte Albert Maier erkannte dort aufwendig verzierte Tierkreiszeichen in Altgriechisch. Es handele sich wirklich um ein "rares Kunstobjekt", so Maier. Und Horst Lichter wurde hibbelig: "So ganz langsam krieg' ich ein Kribbeln im Bauch ...
Danach wollte der Moderator unbedingt wissen, wie viel das Paar für sein Objekt haben wollte. Der Wunschpreis ergab sich aus einer einfachen Rechnung: "Damals habe ich zwei Tage gearbeitet - für 300 DM. Wenn ich den Betrag heute in Euro kriege, wäre ich glücklich." - "Also wenn du das nicht kriegst, werde ich sogar sauer!", entgegnete Lichter.
Experte Maier wollte seine Wertschätzung noch eine Weile geheim halten und lieber über die filigrane Schnitzarbeit reden. Vor allem der weibliche Akt am Griff hatte es ihm angetan. Wohl stammte die Antiquität aus der Zeit von 1900 bis 1910 und wurde in ehemals Deutsch-Südwestafrika gefertigt. Einen Hersteller konnte Maier jedoch nicht nennen.
Und was sagt der Experte nun zum Preis? Aufgrund des tadellosen Zustands und der Tatsache, dass es sich um antikes Elfenbein handelte, das über 120 Jahre alt war und somit verkäuflich war, kam Maier auf "einen Minimumpreis von 700 bis 1.000 Euro." - "Das ist ja fantastisch", strahlte der Verkäufer, der das Geld in die Reparatur seines Traktors investieren wollte.
Mit ihrem "guten Stück" in der Hand stolzierten die Verkäufer feierlich in den Händlerraum. Und die Händler freuten sich auch: "Oh, ein Flanierstock", rief Händler Julian Schmitz-Avila entzückt, und auch Fabian Kahl, der den Stock "sehr schön!" fand, zeigte gleich sein Interesse. Das der Stock aus Elfenbein war, hatten alle unmittelbar erkannt.
Bei näherer Betrachtung war Daniel Meyer (rechts) total begeistert, denn "hier treffen zwei Gruppen an Sammlern zusammen: der Elefenbeinsammler und der Erotiksammler". Drum knauserte er nicht und bot 700 Euro. Auch Susanne Steiger fiel der "sehr schöne Akt" ins Auge, doch mitbieten wollte sie nicht. Das übernahm dann aber Fabian Kahl (Mitte).
Bis auf 1.000 Euro hatten sich die beiden Kollegen Kahl und Meyer schnell hochgeboten. Doch dabei blieb es nicht. Nach weiterem Bestaunen der Figur - "Denn schließlich geht es ja um sie. Und nur um sie!" - bot Meyer schließlich 1.120 Euro. Doch Fabian Kahl pokerte hoch bis 1.200 Euro und durfte sich freuen: "Schön, dass du raus bist!"
"Und ich dachte schon, du hättest vielleicht ein bisschen Mitleid mit dem Alter und hättest mir den Stock gegönnt", kommentierte Meyer Kahls Sieg. Doch der ließ sich nicht irritieren und wickelte den Handel ab. Und was sagten die Verkäufer dazu? "Das war fantastisch!"