Emaille-Schild sorgte bei "Bares für Rares" für Wirbel

Die Aufschrift auf einem alten Apotheken-Schild bringt Moderator Horst Lichter in Erklärungsnöte.

Das kuriose Schild von Sophie Gräbenstein aus Wiehl sorgte für Aufsehen. Die Verkäuferin stellte jedoch klar: "Ich hab selbst nix damit am Hut!"
Horst Lichter war dann doch neugierig: "Wer hat denn dann mit Drogen gehandelt? Deine Eltern oder Großeltern?" - "Weder noch." Das Schild war ein Fundstück des Vaters und hing seitdem in der Hobby-Werkstatt.
Die Auflösung: In den 1930er-Jahren war "Drogen" die ganz normale Bezeichnung für Medikamente und Heilmittel. Das Schild hing damals an einer Apotheke und hatte nichts mit Rauschmitteln zu tun. Trotzdem war Lichter nicht ganz wohl bei dem Thema.
Experte Detlev Kümmel übernahm: "Fangen wir doch erst mal mit dem Schild an und nicht mit dem Thema." Denn der auf beiden Seiten beschriftete Emaille-Ausleger der Firma Stella war in gutem Zustand und 150 bis 180 Euro wert.
Zum Dealen musste Frau Gräbenstein ohnehin in den Händlerraum gehen. "Das ist aber politisch nicht korrekt", lachte Markus Wildhagen (r.), als er die Aufschrift sah. Das hielt ihn aber nicht davon ab, in die Verhandlung einzusteigen.
David Suppes (Bild) hatte derweil eine Idee: "Mit dem Schild lockt man auf jeden Fall eine interessante Kundschaft in den Laden." Seine Kollegen grinsten: "Die du vielleicht nicht haben möchtest."
Roman Runkel (r.) riss die Kuriosität gleich an sich, schließlich kannte er sich damit aus: "Ein Apotheken-Auslegerschild!" Seine Begeisterung stachelte die anderen zu noch höheren Geboten an.
Mehr als die von Roman Runkel gebotenen 310 Euro wollte jedoch keiner ausgeben. Für Frau Gräbenstein ein großartiger Deal, da sie das Schild auch für nur 100 Euro verkauft hätte.
Weit mehr als erwartet erzielte außerdem eine Brosche aus Silber mit Glassteinen und Altschliffdiamanten etwa von 1820, für die 800 Euro gezahlt wurden.
Ebenfalls 800 Euro gab es für einen außergewöhnlichen Flanier-Gehstock aus Kirschbaumholz mit Silbergriff, etwa aus der Zeit um 1900.
Mehr als geschätzt, nämlich 270 Euro, brachte auch die Schwabinchen-Puppe von der Münchener "Abendzeitung" aus dem Jahr 1964 ein.
Und auch der Goldschmuck von Lapponia aus dem Jahr 1969 von Schmuckdesigner Björn Weckström übertraf mit 1.200 Euro die Expertise.