Edel-Brosche bei "Bares für Rares": Ein Preisrekord lag in der Luft

Bei "Bares für Rares" bahnte sich am Freitag eine neue Preissensation an: Eine Brosche mit hochkarätigen Brillanten haute sowohl Horst Lichter als auch seine Expertin Heide Rezepa-Zabel fast um. Doch waren auch die Händler vom wertvollen Gefunkel überzeugt?

"Boah! Jesus, Maria und Josef!", rief Horst Lichter beim Anblick des Schmuckstücks im Schächtelchen um Beistand von oben. Den hatte der "Bares für Rares"-Moderator am Freitag auch dringend nötig. Denn dieses Trödelobjekt sprengte seine Preisvorstellungen.
Willy Schwartz war aus Belgien angereist, um das Erbstück von der Oma seiner Freundin in der ZDF-Show zu veräußern: "Da es nur im Safe rumliegt, haben wir uns entschlossen, das Stück zu verkaufen und die Mutter in der Pflege zu unterstützen."
"Wir haben einen Preis von 4.000 Euro ausgemacht", gab Willy gleich die Richtung vor. "Hui! Das ist viel Geld", kippte der Moderator fast aus den Latschen. Heide Rezepa-Zabel jedoch blieb ganz gelassen. Aus gutem Grund, wie sich gleich zeigen sollte.
"Also, ich bin wirklich begeistert", begann die Expertin. Die zwei Paradiesvögelchen an der Brosche blinkten und glitzerten, dass es eine Freude war. "Wunderbare Diamantreihen, nichts hakelt, nichts steht hoch."
"Der Anspruch wurde sehr hochgehalten", lobte Heide die wertige Verarbeitung. "Noch dazu wurden hier nur Diamanten im Vollschliff versetzt, also im Brillantschliff." Die hatten sogar wahnsinnige 8 bis 8,5 Karat, der Rest war aus Weißgold.
"Ich würde hier einen Preis nennen wollen von 8.000 bis 10.000 Euro!", versetzte Heide die beiden Herren in spontane Schockstarre. Solche Summen bekam sogar der langjährige Trödel-Moderator selten zu hören.
Nur was sagten die Händler? "Da kann man erst mal rechnen", ahnte Schmuckexpertin Susanne Steiger, dass es teuer werden könnte. Derweil startete Walter Lehnertz mit einem Gebot: "Ja wenn sich hier keiner traut: Ich fang schon mal mit 80 Euro an. Dass Schwung in die Hütte kommt."
Susanne bestätigte die Expertise, zögerte jedoch mit dem Angebot: "Mein Problem ist die Verkäuflichkeit." Ihre Kollegen waren mit so viel Bling-Bling sowieso überfordert. "Mir ist das zu viel", gab Julian Schmitz-Avila (links) zu. Fabian Kahl (Mitte) sah sogar vor lauter Glitzer schon "verschwommen".
"Diese Art von Schmuck ist auf dem Markt derzeit schwierig", entschuldigte sich Susanne noch mal für die Zurückhaltung. Trotzdem kaufte sie die Brosche für 5.400 Euro. Ein Kauf, der vielleicht nicht den "Bares für Rares"-Rekord brach, trotzdem alle Beteiligten glücklich machte.
Willy freute sich jedenfalls über den Haufen grüner Scheine: "So viel Geld in der Hand zu haben, ist fantastisch. Ich freue mich riesig innerlich, weil wir damit wieder die Mutter unterstützen können."
Nicht ganz so viel Geld brachten die anderen Objekte der Freitagssendung ein: Ein bockspringender Satyr aus Porzellan von Scheibe-Alsbach ging für 250 Euro über den Tresen.
Und eine antike Vase aus Bronze von Léon Kann war den Händlern 1.000 Euro wert.