"Ein echtes Schätzchen": Darum flippte die "Bares für Rares"-Expertin wegen einer alten Karaffe aus

Karaffenstarke Trödel-Überraschung bei "Bares für Rares": In Horst Lichters ZDF-Show war ein Keramik-Krug die Sensation des Tages. Dabei sah er so gar nicht danach aus.

Als Horst Lichter seiner "Bares für Rares"-Expertin Bianca Berding gegenübertrat, bemerkte er sofort: "Ich sehe ein Leuchten in den Äugelchen!" Grund dafür war ein Krug, der eigentlich nicht besonders wertvoll aussah. War er aber ...
Doch bevor die Expertin loslegen durfte, fragte er die Verkäuferin über die Karaffe aus: "Wo hast du die her? Was ist das? Die sieht ja ein bisschen angegriffen aus." Angegriffen? "Ich glaub, das soll so sein", lachte Kirsten Helmke.
Die fröhliche Künstlerin aus Lüneburg wollte die Karaffe ihrer Ziehmutter verkaufen, um sich für ihre Jurte einen Ofen leisten zu können. Bianca Berding sah da kein Problem.
"Das hier ist ein absolutes Schätzchen! Ich bin total begeistert", freute sich die Expertin über alle Maßen. "Diese Kanne sieht auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen schräg aus, aber die soll genau so aussehen!"
Sie schwärmte weiter: "Das hat sich ein sehr namhafter, sehr berühmter französischer Jugendstil-Künstler mit dem Namen Alexandre Bigot überlegt." Damit meinte sie die Grünspanfärbung, die im Jahr 1897 eine Sensation war.
"Das sieht so unregelmäßig aus, und gerade das ist das Besondere. Es handelt sich um ein exquisites Objekt in einem sehr guten Erhaltungszustand", schürte Bianca Berding die Hoffnung auf einen hohen Schätzpreis.
Die Händler teilten die Begeisterung: "Seltene Marke in Deutschland!" Fabian Kahl (Mitte) sah sich schon als neuer Besitzer der Jugendstil-Karaffe: "Hatte ich noch nie in der Hand so was. Wird auch gleich ein Battle geben."
Doch er hatte die Rechnung ohne Elke Velten gemacht. Die zückte nämlich 1.200 Euro und machte die Verkäuferin glücklich: "Damit hätte ich nicht gerechnet!"
Auch ein Eisenbahn-Konvolut von Märklin und Roco aus den 1950er und 60er Jahren holte eine überraschend hohe Summe von 350 Euro.
Die Porzellanfigur einer orientalischen Tänzerin von William Goebel aus der Zeit zwischen 1935 und 1937 erzielte mit 250 Euro den Schätzpreis.
Für eine Goldkette aus dem Art déco mit Anhänger mit Brillant und Diamanten gab es 300 Euro.
200 Euro zahlten die Händler für das rechte Ohr von Günter Grass im Selbstporträt als Radierung aus dem Jahr 1977.
Und ein zusammengestückelter Tricolor-Schmuck mit Collier, Ohrringen und Armband aus den 1970er und 80er Jahren brachte dem Verkäufer 750 Euro ein.