"Das war ein Boxkampf": "Bares für Rares"-Duell um Handschuhe von Muhammad Ali

"The Greatest" nannte sich der Schwergewichts-Champion Muhammad Ali. Klar, dass handsignierte Boxhandschuhe der Sportlerlegende nicht für Kleingeld bei "Bares für Rares" gehandelt wurden.

Wenn Ludwig Hofmaier (rechts) die Fäuste ballt, dann bahnt sich im "Bares für Rares"-Händlerraum ein knallharter Kampf an. Zu Recht, schließlich ging es in der Trödelshow mit Moderator Horst Lichter um die Boxhandschuhe von Legende Muhammad Ali.
Sogar Horst Lichter machte große Augen, als er die Boxhandschuhe erblickte. Detlef Engels klärte auf: "Das sind nicht meine." - "Sondern?", wollte Lichter vom Industriearbeiter aus Herzogenrath bei Aachen wissen. "Von Muhammad Ali. Handsigniert." Damit hatte der Moderator nicht gerechnet: "Nein!"
Das bestätigte auch Sven Deutschmanek: "Nö, kann man nicht." Alles, was Herr Engels über sein Geburtstagsgeschenk wusste: dass es von Freunden in Las Vegas gekauft wurde.
Bis zu 500 Euro hielt der Experte für die signierten Kunstleder-Handschuhe für möglich. Es sei denn, unter den Händlern befände sich ein Fan von Muhammad Ali ...
Tatsächlich blitzten die Händler-Augen. Wolfgang Pauritsch (links) wusste von der Promo-Tour 1979: "Mit dem Hubschrauber sind sie durch die Gegend geflogen, von einer Stadt zur anderen. Hat mir der René Weller mal erzählt." Ludwig Hofmaier (rechts) ballte derweil die Fäuste.
In der gegenüberliegenden Ecke lauerte jedoch bereits Jan Cizek: "Ich hab schon viele Boxhandschuhe verkauft." Dieses Paar war ihm zunächst 80 Euro wert. Oder sogar mehr. Viel mehr.
Schlag auf Schlag kamen die Gebote bis 600 Euro. Danach waren nur noch Cizek und Pauritsch im Ring. Cizek sah sich schon als Verlierer: "Oh mein Gott, das ist schon viel. Der Wolfgang will das unbedingt haben."
Bei 750 Euro wurde die Luft dünn: "Schade, schade, schade, ich hätte das so gerne gehabt. Ich denke, ich lass das jetzt sein." Doch er nutzte noch eine allerletzte Chance und erhöhte auf 760 Euro.
Wolfgang Pauritsch blieb jedoch standhaft und machte für 770 Euro den Sack zu. "Das war ein Boxkampf! Diese Runde haben Sie gewonnen", gratulierte er dem Verkäufer zur hohen Summe.
Eine hohe Summe von 200 Euro gab es außerdem für einen Hostien-Stanzer, bestehend aus einem Holztisch von 1900 und einer Stanze von 1950.
Die unbeschädigte Meissener Empire-Porzellanfigur aus der Zeit zwischen 1883 und 1924 holte sogar 700 Euro.
Ein besonders schönes 70er-Jahre-Armband aus rhodiniertem Weißgold brachte 1.900 Euro.
Und ein silberner Chamberstick aus England aus dem Jahr 1912 war mit 180 Euro weit über Wert bezahlt.