"Bares für Rares": Diese Zeichnung war das Werk eines echten Universalgenies

Dichter, Filmemacher, Maler und mehr: Für das bemalte Blatt Papier, das am Dienstag bei "Bares für Rares" auf dem Expertentisch landete, zeichnete ein weltberühmtes Multitalent verantwortlich. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Horst Lichter stutzte: "Was ist denn das? Selbstgemacht?" Vergilbtes Papier mit Kritzelei - sollte das bei "Bares für Rares" etwa verkauft werden? Was der Moderator noch nicht wusste: Hier sollte gleich eine pikante Geschichte enthüllt werden.
Noch immer ahnungslos hakte Lichter nach: "Das ist eine Zeichnung von einem Künstler? Von Welchem?" Verkäufer André Drewanowski verriet: "Jean Cocteau hieß der." Ein weltberühmter, vielseitig talentierter französischer Dichter, Filmemacher und Maler.
Der Frisör aus Rösrath erzählte weiter: "Diese Zeichnung hab ich geschenkt bekommen von einem alten Freund von mir, der leider 2015 verstorben ist." Und der hatte ein pikantes Geheimnis ...
Horst Lichter war sprachlos! Mit der Enthüllung einer Promi-Affäre hätte er nicht gerechnet.
Auch Experte Detlev Kümmel gefiel das Profil des "Orpheus" außerordentlich gut, das seit den 1940er-Jahren ein häufiges Motiv von Jean Cocteau war. "Die Vorlage für seine Zeichnungen ist sein damaliger Lebensgefährte", der bekannte Schauspieler Jean Marais.
Wie viel war die Zeichnung nun wert? Der Verkäufer hoffte auf "50 Euro für ein paar Kölsch". Der Experte schätzte weit höher, auf 600 bis 800 Euro. Um auf diesen Preis zu kommen, hatte Lichter einen guten Rat: "Erzähl die Geschichte!"
Das tat Herr Drewanowski - mit Erfolg. Susanne Steiger war fasziniert: "Pikante Details!" Walter Lehnertz musste die Info erst sacken lassen: "Dein Freund hatte mit dem eine Affäre?"
Der Frisör erklärte die Zusammenhänge: "Mein Freund war Modezeichner und Schneider und sehr oft in Paris und hat ihn da kennengelernt." Das spornte die Händler an.
Fabian Kahl (rechts) ließ sich schließlich zu einem Höchstgebot von 660 Euro hinreißen, sehr zur Freude des Verkäufers: "Dann trink ich mal auf meinen alten Freund heute Abend."
Ebenfalls im Trödel-Sortiment waren zwei silberne Salieren in Form von Muscheln aus der Zeit zwischen 1909 und 1918, die für 260 Euro gekauft wurden.
460 Euro erzielte eine Lochplattenspieluhr inklusive Lochplatten von Paul Lochmann aus der Zeit um 1900.
200 Euro gab es für einen Bayerischen Verdienstorden aus der Zeit von 1913 bis 1918, der von König Ludwig II. gestiftet wurde.
Und 400 Euro holte ein goldener Ring mit Brillanten und Turmalinen, der genaugenommen eine Marriage war.