"Bares für Rares": Wettbieten um Couch-Tisch

Der eine will ihn, der andere auch: Bei einem Designer-Glastisch ließen die "Bares für Rares"-Händler nichts unversucht, um sich gegenseitig auszustechen. Dabei konnte Horst Lichter mit dem ungewöhnlichen Objekt so überhaupt nichts anfangen. Was an dem Tisch so besonders war und was eine Krimi-Autorin damit zu tun hatte, zeigt die Galerie ... © teleschau - der mediendienst GmbH

"Ein ganz interessanter ... was auch immer. Ich glaube, Tisch, oder?", inspizierte ein ratloser Horst Lichter das Designer-Möbelstück, das so einsam in der "Bares für Rares"-Werkstatt stand.
"Den haben sich meine Eltern noch vor meiner Geburt gekauft", erzählte Nicole Braun die Geschichte des Tisches, unter dem sie schon als Kind mit ihren Brüdern gespielt hatte. Warum er nun weg sollte? "Er passt bei uns überhaupt nicht rein."
"Was machst du denn sonst so?", hakte Horst nach. "Ich bin Krimi-Autorin", war Nicoles Antwort. "Was? Könntest du uns beide vielleicht irgendwie einbauen?", war der Moderator begeistert. "Als Leichen?", gefiel auch Experte Sven Deutschmanek die Idee. Nicole schien indes nicht zu 100 Prozent überzeugt.
Doch zurück zum Tisch. "Also erst einmal: Er ist sehr niedrig", beurteilte der Experte das extravagante Möbelstück. "Das spricht dafür, dass es ein Couch-Tisch ist", schloss er messerscharf. Hergestellt wurde es zwischen 1964 und 1967.
Das Modell K9 war wegen seiner Form auch als Propeller-Tisch bekannt. "Der Tisch wird zu verschiedenen Preisen angeboten", tat sich Experte Sven mit dem Schätzwert schwer. Nach langem Hin und Her legte er sich schließlich auf 500 bis 600 Euro fest.
"Viel Spaß bei den Händlern. Kuck dir die Typen da mal alle an. Vielleicht kannste die als Leiche verarbeiten im nächsten Krimi", schlug Horst Nicole zum Abschied vor.
Wolfgang hatte eine Vision: "Das wäre ein Objekt auf einer schönen Jacht. Es sieht aus wie eine Schiffsschraube."
"Hier haste aber ein Design reingebracht, vom Allerfeinsten", lobte Waldi. "80 Euro gebe ich da auf jeden Fall, allein für den Propeller. Dann tu' ich noch einen Hunderter für die Glasplatte drauf, dann sind wir bei 180. Dann fang ich mit 280 Euro an", überbot er sich am Ende direkt selbst.
Keine Reaktion von der Verkäuferin. Also überbot er sich gleich noch mal: "Also 300 mach ich noch, dann brauchst du den Prügel nicht mehr mit nach Hause zu nehmen." Unter 350 Euro wollte Nicole den Tisch aber nicht abgeben.
"Ich gebe Ihnen die 350 Euro", sah sich Wolfgang schon am Ziel. "Wie bist du denn drauf? Dann mach ich 360", ließ Waldi nicht locker. "Jetzt hab ich im Kopf schon inszeniert, wo ich ihn hinstelle", ärgerte sich Wolfgang.
"Wollen Sie ihn nicht für 370 haben?", versuchte Nicole, noch mehr Bares für ihr rares Stück zu ergattern. Doch Wolfgang war bockig: "Nein!" Happy End für Walter Lehnertz.
Ein glückliches Ende für den Verkäufer gab es auch bei einem Gelbgoldring in Schleifenform aus den 1930er-Jahren. Die Händler zahlten dafür 400 Euro.
Für Silber-Mokkalöffelchen von dem norwegischen Goldschmied Hestenes blätterten sie 340 Euro auf den Tisch.
Für eine exotische Porzellanfigur von Goebel aus den 1930er-Jahren gab es 90 Euro.
Eine beschädigte Registrierkasse aus Mahagoni von Gledhill & Sons wurde mit 120 Euro weit über Wert erstanden.
Und zwei Gold-Colliers aus Schweden sahnten sensationelle 3.000 Euro ab.
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