"Bares für Rares": Wertvolles Gemälde lag jahrelang im Keller

Am Montag wurde ein bisher verkanntes Kunstwerk bei "Bares für Rares" zum Star. Denn ein Bild, das seit Jahren im Keller verstaubte, erkannten Horst Lichter und sein Experte als begehrte Kunstsammlerware - und die brachte mächtig Kohle! Von wem das Bild war und wie teuer es verkauft wurde, zeigt die Bildergalerie.

Irmgard Mus aus Ehrenberg begann zu erzählen: "Es hat acht Jahre lang im Keller gelegen, weil es nicht so proper ausgesehen hat wie jetzt."
"Ach, hast du das restaurieren lassen? Ehrlich?", war Horst überrascht und fragte sich, warum Irmgard das Bild dann jetzt loswerden wollte.
Irmgard hatte beim Museumsbesuch ein anderes Gemälde des Malers Wilhelm Trübner entdeckt: "Und dann hab ich mich erinnert, da hast du ja im Keller ein Bild liegen." Den Wert des Kunstwerks hatte sie bisher glatt verkannt!
"Dann hab ich überlegt: Kunstauktion oder 'Bares für Rares'?" - und Irmgard entschied sich für die ZDF-Show.
Kunstexperte Albert Maier war tatsächlich hin und weg. Wilhelm Trübner war ein namhafter Künstler, die Restaurierung ganz gut gemacht. Es gab nur einen kleinen Haken: "Wenn man hier leicht antatscht: Der Firnis ist noch etwas klebrig."
Das spätimpressionistische Ölgemälde mit dem Titel "Odenwald" entstand um 1905 und war signiert. Wilhelm Trübners Schaffen war übrigens von einem noch bedeutenderen deutschen Maler geprägt: Anselm Feuerbach. Deshalb fand Albert recht schnell einen Preis.
Und der Preis lag bei sensationellen 2.500 bis 3.000 Euro! "Wir haben einen Künstler, der im Auktions- und Kunsthandel beliebt ist", erklärte Albert seine Einschätzung. "Wilhelm Trübner hängt in sehr vielen Museen, das ist ein guter Mann, lieber Horst."
Mit so einer Summe hatte der Moderator nicht gerechnet: "Jetzt machst du mich aber fertig, mein lieber Mann!" Jetzt mussten nur noch die Händler die Scheine zücken.
"Das ist richtig überrestauriert", bemängelte allerdings Fabian Kahl (l.) den noch glänzenden Lack. "Das ist sogar ein Original-Rahmen", war das Urteil von Ludwig Hofmaier schon etwas positiver.
Wolfgang Pauritsch (r.) machte sogar Hoffnung auf das ganz große Geld: "Es gibt welche für 10.000 Euro von dem Künstler." Doch die Gebote kamen nur sehr langsam. Walter Lehnertz (l.) nannte das Bild sogar "grottenhässlich" ...
2.000 Euro gab es aber immerhin - Wolfgang sicherte sich das Werk. "Ich bin zufrieden", freute sich Irmgard über ihren beachtlichen Gewinn für ein Bild, das fast noch länger im Keller geblieben wäre.
Mit einem recht ansehnlichen Gewinn im Geldbeutel verließen auch die weiteren Verkäufer den Händlerraum. Für einen sehr ungewöhnlichen Pokal inklusive Aschenbecher aus Steinkohle gab es 80 Euro.
Für eine kunstvolle Glasschale mit Silbermontierung von Friedrich Egermann, etwa aus dem Jahr 1835, wurden sogar 600 Euro bezahlt.
Und dieser Herrenschmuck aus Weißgold mit Diamanten aus den 60ern erzielte satte 1.800 Euro.