"Bares für Rares": "Ich bin verliebt in dieses Teil!" - Experte geriet ins Schwärmen

In der Freitags-Folge von "Bares für Rares" sorgte ein altes Gerät für vielerlei Emotionen - aber sorgte es auch für eine volle Geldbörse? © 1&1 Mail & Media/teleschau

Experte Detlev Kümmel (rechts) war beim Anblick des hölzernen Bottichs von den Socken: "Ich bin verliebt in dieses Teil!" Gastgeber Horst Lichter (links) schloss sich mit den Worten "Ich werd' wahnsinnig!" an. Doch was war das für ein Gerät? Und würden die Händler auch so begeistert sein?
Präsentiert wurde von Willibald Arnoldy, Tierbestatter aus Sefferweich, eine alte Waschmaschine. Er hatte sie einst von seinem Stiefsohn geschenkt bekommen.
Die kleine Zeitreise in die Welt der Waschküchen erfreute den Gastgeber sehr: "So eine Waschmaschine hab' ich ja seit Urzeiten nicht gesehen!" Ebenso toll fand er aber, dass sein Gast aus der Eifel kam. Dort hat auch Horst Lichter seine Wurzeln.
Wie gehabt, lieferte dann erst mal der Experte alle Fakten zur Antiquität und erklärte: "Hier sind wir im damaligen Hightech." Die Miele-Maschine aus den 30er- oder 40er-Jahren funktionierte sogar schon mit Strom.
Die Rillen wurden eingearbeitet, damit die Wäsche sauber gerieben werden konnte. "Ich kann mich erinnern, dass wir so eine Maschine zu Hause hatten", entgegnete der Noch-Besitzer Arnoldy. "Aber nun steht sie nur rum." Das leuchtete ein.
150 Euro hätte der Besitzer gerne dafür. Detlev Kümmel schätzte die Miele-Maschine sogar auf 200 bis 250 Euro. Ob sich die Händler auswringen ließen?
Nachdem Willi das Studio verlassen hatte, flüsterte Horst Lichter dem Experten nicht ohne Stolz zu: "Haste gemerkt? Die Eifler haben zwei Drittel mit Herz gefüllt. Ein Drittel ist Mund."
Der Mund offen stehen blieb den Händlern, als sie die Maschine begutachten durften. Dr. Elisabeth Nüdling entfuhr erstaunt: "So hat man früher gewaschen? Das gibt's ja nicht!"
"Sie ist fast wie neu", bot Willibald Arnoldy sein Gerät feil - und doch blieben die Händler sehr zaghaft. "Der Absatz ist sicher nicht so reißend", mutmaßte etwa Fabian Kahl (Mitte). "Aber cool, mal so was zu sehen."
Wolfgang Pauritsch (3.v.l.) erweichte sich als Erster und bot niedrige 50 Euro. Eigentlich hätte der Besitzer am liebsten Walter Lehnertz (2.v.l.), immerhin auch ein Eifler, den Bottich angedreht ...
"Dem Waldi würde ich sie sogar nach Hause fahren", gestand er. Da ließ sich jener dann doch nicht lumpen. Für 80 Euro könnte ihm Willibald das Gerät frei Haus liefern. Doch nichts da: 80 Euro waren dem Besitzer dann doch etwas zu wenig. So packte er die alte Trommel leicht zerknittert wieder ein. No Deal.
Einen Deal hingegen gab es für alle anderen präsentierten Stücke in der Sendung: Die Bronzefigur von Picciole um 1900 etwa war Wolfgang Pauritsch 300 Euro wert.
Für den kleinen, vergoldeten Reisewecker von Jaeger-LeCoultre aus den 50er-Jahren legte Dr. Elisabeth Nüdling 600 Euro auf den Tisch.
Händler Fabian Kahl blätterte 650 Euro für diesen schwarzen Wassily Chair aus den 60ern hin und will ihn bei sich zu Hause aufstellen.
Diese Lithografie von Dalí aus dem Jahr 1975 stellt Vincent van Gogh dar und erregte sofort das Interesse von Wolfgang Pauritsch: 1.000 Euro zahlte er dafür.
Sehr begehrt war dieser Art-Déco-Ring aus den 20er-Jahren. Julian Schmitz-Avila ergatterte ihn für 400 Euro.