"Bares für Rares": Für diese Silberkannen zahlten die Händler ein kleines Vermögen

"Ich kann hier nichts erkennen, was nicht schön ist!": Wenn eine "Bares für Rares"-Händlerin sich gleich auf den ersten Blick in ein Objekt verliebt, dann ist das oft ein gutes Zeichen. So wie bei drei Silberkannen, die am Montag zum Verkauf standen ... © 1&1 Mail & Media/teleschau

"Hammer! Wir haben schon jede Menge von dem Gedöns hier gehabt. Aber so pompös hab ich es noch nicht gesehen!" Horst Lichter konnte seinen Blick kaum von der opulenten Gestaltung der silbernen Kannen nehmen.
Die Erbstücke von Eva Wall aus Halle stammten aus der Silber-Sammlung ihres Vaters, der früher gerne in Dänemark eingekauft hatte. Handelte es sich hier also um dänisches Silber?
"Das ist es nicht", verneinte die Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel. "Aber es ist höchst interessant!" Denn neben der üppigen Gestaltung war auch der stufenförmige Aufbau von Mokkakanne, Teekanne und Wasserkanne äußerst ungewöhnlich.
"Wir sind hier stilistisch in der Zeit zwischen 1750 und 1760", erklärte Rezepa-Zabel und zeigte auf die kunstvollen Szenen und Figuren aus der griechischen Mythologie. Das Entstehungsjahr der Kannen lag jedoch zwischen 1903 und 1926.
Jetzt wollte Horst Lichter natürlich endlich den Wert wissen. "Wie viel Kilo ham wa?", wog er das Silber einfach selber.
"Ich dachte, mindestens 500 Euro", verriet Frau Wall ihre Preisvorstellung. "Aber ich glaube, das ist zu wenig", wartete sie gespannt auf die Schätzung der Expertin.
Damit hatte sie völlig recht! "Weil das wirklich interessant ist, möchte ich hier doch sagen: 2.500 bis 2.800 Euro", sorgte Heide Rezepa-Zabel für eine Überraschung.
Walter Lehnertz war schwer beeindruckt: "Ich hab ja schon viele Kernstücke gesehen, aber sowas noch nicht!" Susanne Steiger stimmte mit strahlenden Augen zu: "Ich kann hier nichts erkennen, was nicht schön ist."
Das fand auch Fabian Kahl (M.): "Wunderschön! Ganz außergewöhnlich!" Daniel Meyer (l.) startete mit 1.200 Euro.
Doch es wurde noch weit mehr daraus! Für 2.200 Euro bekam Susanne Steiger den Zuschlag und freute sich riesig: "Das ist wirklich herrlich! Ein Prachtexemplar!"
Verkauft wurden außerdem zwei Stühle des Designers Maurice Burke von der englischen Marke Arkana aus den 1960er- oder 70er-Jahren für 250 Euro.
350 Euro erzielte die Bronze-Skulptur von Wilhelm Martini aus dem Jahr 1921, die zwei Männer bei der Arbeit zeigte.
60 Euro gab es für eine Taschenuhr aus Kohlenstoffstahl aus den 1910er-Jahren inklusive Etui aus den 1950ern.
Und stolze 1.650 Euro brachte eine teilweise vergoldete Vase von Daum nach einem Entwurf von Jaques Gruber etwa aus dem Jahr 1894 ein.