"Bares für Rares": Schränkchen mit Geheimfach begeistert Lichter und die Händler

Als der Schrank aus den 50-ern sein Geheimnis offenbarte, gab es bei "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter und den Händlern kein Halten mehr.

"Ein altes Möbelchen, die 50er-Jahre leben wieder", schilderte Horst Lichter seinen ersten Eindruck wenig euphorisch. Da ahnte er noch nicht, dass sich im Schrank ein Geheimfach verbarg. "Wenn der Detlev da vorne so lange rumhampelt, dann will er mir was zeigen", wusste der Moderator jedoch. Zunächst zeigte der Experte, wie man die Rollo-Türen aufschiebt.
"Hier oben kommen die Bücher rein, das ist der intellektuelle Teil dieses Möbels", erklärte Kümmel. Dann folgte die Sensation, die man dem unscheinbaren Objekt nicht zugetraut hätte. "Und wenn Vati dann mal sagt: 'Ich geh mal eben ein Buch holen' ..." Der Experte demonstrierte die geheime Drehtür, die eine Minibar verbarg.
"Nein, wie geil ist das denn!", frohlockte Lichter. "Der Spiegel ist genau das, was man haben möchte, damit alles nach mehr aussieht", so Kümmel. Quasi doppelt sehen, schon vor dem ersten Schluck. "Wirklich cool", fand Lichter.
Horst Lichter wollte wissen, wie viel Susanne Spies dafür haben wolle. "50 Euro, keine Ahnung", gab die Befragte an. Schließlich war das Objekt schon fast auf dem Sperrmüll gelandet. "Da wären wir beide uns jetzt schon handelseinig!", sagte Lichter. "Das würde ich direkt nehmen, obwohl ich nicht wüsste, wo ich es hinstellen würde."
Susanne Spies staunte erst über Lichters Schwärmerei, dann über Kümmels Expertise: 350 bis 400 Euro. "Ui, damit hätte ich nicht gerechnet", meinte die Verkäuferin. Lichter auch nicht. "Da bin ich wieder raus aus der Nummer", sagte der Moderator. Er hätte die Bar aufgrund seines Moderatorenvertrags ohnehin nicht kaufen dürfen, wie er verriet.
Als Fabian Kahl versuchte, das Geheimnis des Barschranks zu lüften, vermutete Kollegin Dr. Elisabeth "Lisa" Nüdling: "Und dahinter ist jetzt ein Schaukelstuhl." Knapp daneben. Als die Händler die versteckte Bar sahen, waren auch sie verzückt. "Wahnsinn! Stark!", schwärmte Nüdling. "Jetzt macht das doch was her", begeisterte sich Walter Lehnertz (l.).
"Nicht so richtig hübsch, aber man kann richtig betrunken werden", urteilte Fabian Kahl (M.).
"Ein witziges Möbel", attestierte Lisa Nüdling. "Ich wusste das nicht, bis meine Schwiegermama starb. Da stand immer der Fernseher drauf", erinnerte sich Verkäuferin Susanne Spies. Erst als der Schrank in den Müll sollte, lüftete die Schwägerin das Geheimnis: Sie müsse erstmal schauen, ob das Versteck leer sei. "Da war ich von den Socken!", so Spies.
"Wie in einem alten James-Bond-Film", lobte Fabian Kahl das kuriose Schränkchen. Wolfang Pauritsch startete mit 100 Euro, Walter Lehnertz und Kahl stiegen mit ein.
"So schön findest du das?", staunte Kahl über Lehnertz' Gebot von 200 Euro. "Ich finde es skurril, aber du musst auch Sachen verkaufen, die du selbst nicht schön findest", argumentierte der. Kahl dagegen fand das Geheimagenten-Möbel zusätzlich auch noch schön. Am Ende erhielt er für 220 Euro den Zuschlag. Den Wunschpreis hatte er damit vervierfacht.
Ein Porträt von Fernand Touissant brachte Birgit von Borstel aus Herford mit. Abgebildet war die Schwiegermutter ihrer Freundin. "Sie war später eine böse Schwiegermutter", erklärte die Verkäuferin. "Wer kauft eine böse Schwiegermutter?", fragte Wolfgang Pauritsch. Er selbst - für 650 Euro. Experte Colmar Schulte-Goltz hatte 900 bis 1.200 Euro empfohlen.
"Wie oft habe ich dir gesagt: Wenn Spielsachen kommen, ruf mich sofort!", schimpfte Horst Lichter augenzwinkernd mit Detlev Kümmel. Der taxierte die beiden Schuco-Motorräder von Ariane Meyer aus Haldensleben auf 400 bis 500 Euro. Walter Lehnertz erstand sie für 260 Euro.
Den Wert der Schmuckstücke aus Nephrit-Jade schätzte Heide Rezepa-Zabel auf bis zu 4.000 Euro. Am Ende bezahlte Händlerin Elisabeth Nüdling immerhin noch 3.750.