"Bares für Rares" auf Rekordkurs: 20.000 Euro für einen Globus?

Mit so einer Sensation hatte Horst Lichter nicht gerechnet, als er in seiner ZDF-Show "Bares für Rares" eine wirklich steinalte Weltkugel in Händen hielt.

Stephan Grünhäuser, Eventmanager aus Köln, klärte auf: "Der Apparat ist ein Erbstück von dem Großonkel meiner Lebensgefährtin. Das Gestell ist allerdings nicht original." Ein Haken, der viel Geld kosten könnte ...
"Wäre der in perfektem Zustand mit allem Drum und Dran, dann kann man bis zu 20.000 Euro für einen solchen Globus verlangen", sorgte Sven Deutschmanek für einen kurzen Atemaussetzer bei Horst Lichter. War das vielleicht ein neuer "Bares für Rares"-Rekord?
Deutschmanek fuhr fort: "Es handelt sich hier um einen Erdglobus, der uns vorgibt, aus dem 17. oder 18. Jahrhundert zu sein." Das konnte der danebenstehende Moderator nur bestätigen: "Aus der Nähe betrachtet sieht er auch ganz schön alt aus."
"Es gibt verschiedene Indizien, dass dieser Globus wirklich aus dem 17. oder 18. Jahrhundert sein könnte, weil hier unten ist er mit 1700 angegeben", verrät eine Aufschrift. Die niederländischen Graveure Gerard und Leonardus Valck waren an der Herstellung beteiligt.
Aufgrund verschiedener Restaurierungen war sich Deutschmanek jedoch nicht hundertprozentig sicher, ob die Weltkugel echt und wirklich so antik war: "Das ist für mich eine ganz, ganz schwierige Nummer."
Trotzdem hatte Herr Grünhäuser eine klare Preisvorstellung: "Wunschpreis wäre 6.000". Den bestätigte Sven Deutschmanek, obwohl der vorliegende Globus nicht mehr im Originalzustand war.
Bevor es an die Gebote ging, inspizierte Walter Lehnertz (zweiter von links) die Weltkugel und suchte seinen Heimatort Krekel. Seine Einschätzung: "Auf jeden Fall, wenn die Kugel original ist, isse steinalt."
Auch seine Händlerkollegen waren schwer beeindruckt von dem tollen Exponat. "Sensationell!", fand Lisa Nüdling (dritte von links). Fragte sich nur: Wollte jemand den Globus haben?
Prinzipiell ja, nur die angesetzten 6.000 Euro waren den Händlern zu viel. Wolfgang Pauritsch (Mitte) verabschiedete den Verkäufer wehmütig: "Danke schön, dass Sie bei uns waren und uns das gezeigt haben!"
Trotzdem wurden auch am Dienstag Antiquitäten erfolgreich verkauft: Ein Porträt von Friedrich Horschelt mit Originalrahmen aus dem Jahr 1876 schaffte es auf 700 Euro.
Und ein einmaliges Goldarmband mit Diamanten aus den 80er-Jahren erzielte sogar stattliche 1.500 Euro.