Bares für Rares: Bei dieser Kuriosität flippte Horst Lichter aus

Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen Horst Lichter und einem Möbelstück. Aber natürlich kann er als "Bares für Rares"-Moderator die Objekte seiner Trödel-Show nicht selbst kaufen. Warum ihn ein verwandlungsfähiges Möbelstück so faszinierte, zeigt die Galerie ... © teleschau - der mediendienst GmbH

"Also mir gefällt sie sehr gut. Wo habt ihr sie her, was ist das?", wollte von Petra und Uwe Diedrich aus Weitersburg wissen. "Wir haben sie aus einer Haushaltsauflösung von Bekannten", erklärte das Verkäufer-Paar, mehr wussten die beiden ebenfalls nicht über das kuriose Teil.
Detlev Kümmel hingegen konnte weiterhelfen: "Das ist ein Verwandlungsmöbel", erklärte der Experte und fing sofort mit dem Umbau. "Es ist eine Bank, das ist klar." Doch aus der Bank ließ sich sogar ein Schreibpult machen ...
Allerdings störte dann die Bank darunter. "Wahrscheinlich hat derjenige, der das gebaut hat, gedacht, das ist nicht so praktisch. Ich will lieber ein Stehpult haben", vermutete Kümmel und verwandelte die Bank weiter ...
... in ein Stehpult. "Das find ich aber hochinteressant", meinte Lichter, der spätestens jetzt verliebt war - in die Vielseitigkeit des Möbels. "Aber es ist nicht komplett ausgereift", wies Detlev Kümmel auf ein paar Mängel im Design hin.
Nicht unbedingt schön, aber dafür innovativ: Die Schublade mit Federmechanismus sorgte dann wieder für Begeisterung. "Es ist schon durchdacht", meinte Detlev Kümmel. Er hob außerdem die Verarbeitung hervor: aus Eiche, Fichte und Kunstleder von der Firma Brand mit dem Vermerk "Deutsches Reichspatent".
Anhand des Vermerks schätzte Kümmel die Entstehungszeit des Möbels auf zwischen 1905 und 1915. "Alt isses auch. Dafür ist aber der Zustand verdammt gut", schwärmte Lichter.
"Also ich find dat Dingen 'ne Granate!", jubelte Horst Lichter. "Das ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass ich ein Kleinmöbel sehe, was ich so gerne haben möchte. Das gefällt mir irre!" Fragte sich nur noch, was die Antiquität wert war.
"Hast du sowas schon mal gesehen?", fragte Detlev Kümmel. "Nein!", antwortete Lichter. "Vergleichbar gibt's das überhaupt nicht und das macht eine Antiquität wertvoll", resümierte Kümmel. "Ich hab's auch so noch nie gesehen." Er legte sich auf 350 bis 500 Euro fest.
Man konnte Lichter die Enttäuschung darüber ansehen, dass er die Kuriosität nicht mit nach Hause nehmen durfte: "Ich wär bereit dafür. Aber ich darf nicht, das ist das Dusselige da dran", stellte er fest und ließ das schöne Stück schweren Herzens in den Händlerraum ziehen ...
Ein Möbelstück wie dieses hatten dann auch die Händler noch nie zuvor gesehen: "Höh? Das wird immer größer!" Bevor die ersten Gebote gemacht wurden, testeten Walter Lehnertz und Esther Ollick erstmal die Funktionen der außergewöhnlichen Rarität.
"Fangen wir mal mit 80 Euro an für das ominöse Schreibpult", startete Waldi in die Verhandlung. "Ich überlege gerade, ob ich das als Auktionatoren-Pult verwenden soll", hatte Wolfgang Pauritsch (Bild, Mitte) eine Eingebung.
Stolzer Besitzer wurde dann aber doch Julian Schmitz-Avila (Bild, rechts), der 400 Euro hinblätterte. "Es hat uns sehr gefreut, dass so viele Händler Interesse daran hatten. Damit hatten wir nicht gerechnet", freute sich Petra über den guten Deal.
Was am Montag sonst noch verkauft wurde: ein Signalhorn aus Indien von 1922 für 210 Euro, ...
... eine beschädigte Porzellanfigur der Firma Goldscheider aus den 30er-Jahren für 300 Euro.
Außerdem drei Ringe mit verschiedenen Steinen für sensationelle 4.900 Euro und ...
... Gold-Ohrringe mit Altschliffdiamanten für 600 Euro.
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