Bares für Rares": Kostbarkeit vorm Schrott gerettet

Dem guten Riecher eines "Bares für Rares"-Kandidaten aus Suhl ist es zu verdanken, dass ein wertvoller royaler Kerzenhalter nicht verschrottet wurde.

"Jetzt kriegen wir Kerzenlicht", jubelte Horst Lichter über den silbernen Kerzenleuchter, den er bei "Bares für Rares" in die Finger bekam. Doch dann stockte ihm der Atem ...
"Da hab ich was ganz Tolles gesehen, da vorne. Eine wunderbare Krone", geriet der Moderator in Aufruhr. "Wow!"
Torsten Wagner (r.) aus Suhl war völlig ahnungslos, was er da mitgebracht hatte. Bei einer Haushaltsauflösung zog er den Leuchter aus der Müllkiste. "Den sollte ich eigentlich entsorgen."
Heide Rezepa-Zabel war ebenfalls froh über die Rettungsaktion: "Es ist ein wunderbarer Leuchter, ich bin ganz begeistert davon." Die Gravur verriet, dass er 1853 vom Silberwarenhersteller Moritz August Fickert produziert wurde.
Horst Lichter gratulierte zum guten Riecher: "Was für ein Glück, dass du den da rausgezogen hast." Dem konnte die Expertin nur zustimmen: "Man merkt hier sofort die Qualität des Entwurfes als auch die Umsetzung."
Doch was war denn nun mit der Krone? "Es ist tatsächlich eine Königskrone", verkündete Rezepa-Zabel. Vielleicht könnte sie für König Albert von Sachsen stehen, denn ein A war in der Gravur zu erkennen.
Die Freude sprang auch auf die Händler über. "Da haben Sie uns einen Kerzenleuchter mitgebracht. Barock. Mit Adelswappen", stellte Daniel Meyer (r.) fest.
"Das sollte im Schrott entsorgt werden", verriet Torsten Wagner. Meyer war sprachlos: "Das ist ja verrückt!" Bei Fabian Kahl (M.) war das Interesse ebenfalls geweckt.
Für 650 Euro kaufte er den Kerzenleuchter mit ungeklärter Herkunft: "Was es mit dem auf sich hat, werde ich noch herausfinden ..."
Weniger mysteriös war eine französische Kaminuhr aus Zink und Bronze von Auguste Moreau aus dem Jahr 1860, die für 700 Euro verkauft wurde.
Etwas eigenartig, aber definitiv ein Unikat war ein Kettenanhänger aus Münzen aus den 1960er- und 1970er-Jahren, der 250 Euro einbrachte.
680 Euro gab es für ein Rennrad von Sante Pogliaghi aus den 1970er-Jahren.
Und mit 500 Euro den doppelten Schätzpreis holte ein dreiteiliges Vasenset aus Böhmen von 1900 bis 1905.