"Bares für Rares": Horst Lichter staunt über sündhaft teuren Silberkübel von Cartier

Es glänzte, war schön und von einem namhaften Hersteller. Und doch hatte Horst Lichter keine Ahnung, was er da vor sich sah. Ein silbernes Gefäß war das Highlight der Montagsausgabe von "Bares für Rares".

"Ist das ein Thermos-Kännchen?", spekulierte Horst Lichter, als er am Montag eine silber glänzende Rarität auf dem "Bares für Rares"-Tisch sah. Das war nicht schlecht geraten, doch das kuriose Ding war eigentlich für etwas ganz anderes gedacht.
"Wir haben heute ein silbernes Gefäß dabei. Wir wissen aber nicht so richtig, für was man es eigentlich verwendet", sind Karin und Hardy Wieland aus München genauso ratlos. Sie brachten das Gefäß im Auftrag ihrer Nachbarn mit.
Spannung und Neugier stiegen: "Ein jeckes Ding habt ihr da mitgebracht." Endlich durfte die Expertin ran: "Thermos-Gerät ist vollkommen richtig. Nur, dass hier nicht warmgehalten, sondern kühlgehalten wird. Es ist also ein Eis-Kübel."
Heide Rezepa-Zabel hatte noch mehr zu bieten: "Dieses Gefäß stammt von der weltbekannten, berühmten Firma Cartier", bestand aus Sterling-Silber und war aus den 30er-Jahren. Horst Lichter war platt: "Boah, nee!"
Einziger Makel: Der Glaseinsatz fehlte. "Das ist wirklich sehr bedauerlich. Wenn es da wäre, würde es einen enormen Preis erzielen. Durchaus 2.000 Euro", schockte Rezepa-Zabel die Verkäufer mit der hohen Summe.
In diesem Zustand lag der Schätzwert "nur" noch bei maximal 1.000 Euro. Doch die Händler hatten Interesse. "Und die goldene Milchkanne geht an ...", scherzte Fabian Kahl (rechts) über den ungewöhnlichen Behälter.
Julian Schmitz-Avila (links) entdeckte sofort den Cartier-Schriftzug: "Ohhh, da freuen wir uns aber glaub ich alle!" Da hatte er Recht. Die Freude der Händler ließ die Gebote rasant steigen.
Lisa Nüdling machte mit 1.250 Euro das beste Angebot und bekam den Eis-Kühler. Jubel beim Verkäuferpaar: "Es ist viel mehr geworden, als wir erhofft hatten!"