"Bares für Rares": Helle Begeisterung bei Horst Lichter

Für ganze fünf Euro hatte Investor Klaus Czeczewicz aus Görlitz eine ausgefallene Lampe bei einer Haushaltsauflösung erstanden. Nun wollte der 67-Jährige mithilfe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" damit Licht und Freude verbreiten. Hatte er den richtigen Riecher?

Klaus Czeczewicz war mit seinem Lampen-Schnäppchen ins Pulheimer Walzwerk gekommen, "weil ich damit jemandem eine Freude machen möchte, der sie bei sich im Haus aufhängt und anderen zeigt: Kuck mal, was habe ich für eine tolle Lampe, die hat kein anderer!" Da hat er wohl Recht ...
"Detlev, Sputnik?", wandte sich Horst Lichter (Mitte) mit Kennerblick an den Experten Detlev Kümmel, der bestätigte: "Sputnik!". Der erste sowjetische Satellit im All von 1957 hatte noch lange die Designer der 60er- und 70er-Jahre inspiriert. "Das ist die typische Sputnik-Ära."
25 Arme mit 13 großen und 12 kleinen Kugeln hat das Stück, dessen Designer Czeczewicz bereits selbst recherchiert hatte: Richard Essig. Als besonders hob Experte Detlev Kümmel auch die Materialien hervor.
Anders als in der Kunststoff-Ära der 60-er und 70-er üblich, wurde diese Sputnik-Lampe aus vernickelten Metallrohren und Kristallglas angefertigt. "Ich denke mal, durch diese Formgebung wird das Licht streuen wie verrückt", ahnte Horst Lichter.
"Wenn sich durch diese vielen kleinen Facetten das Licht bricht, hat man schöne, skulpturartige Elemente", bestätigte Detlev Kümmel. Leider konnte das nicht demonstriert werden, denn die Lampe hat einen kleinen Schönheitsfehler: Sie hat vermutlich beim Transport gelitten und einen Kurzschluss. "Dürfte aber kein Problem sein."
Auch den ein oder anderen etwas lockeren Arm könne man mit "nur einmal Fleißarbeit" wieder anschrauben, gab sich der Experte (links) zuversichtlich. Verkäufer Klaus Czeczewicz (rechts) wagte vorerst dennoch nur 80 Euro zu veranschlagen ...
"Für 80 Euro bleibt die Lampe genau da hängen, und wir lassen sie gar nicht weg!" Solche Designerstücke würden derzeit ab 1.000 Euro angeboten, informierte Detlev Kümmel. "Die muss teurer sein!" Nur weil sie noch nicht wieder voll funktionsfähig sei, ging er mit seiner Schätzung auf 700 bis 900 Euro runter ...
"Da würde ich ausflippen!" kündigte Klaus Czeczewicz (rechts) bei derart astronomischen Gewinnaussichten für sein Sputnik-Schnäppchen an. "Dann freue ich mich aufs Ausflippen!", verabschiedete Horst Lichter (Mitte) den Anbieter.
"Sputnik!", jubelte auch die "Bares für Rares"-Händlerrunde beim Anblick der Lampe. "Die Dinger gehen super!" Und diese Kristallkugeln ... "Habe ich so noch nie gesehen", war Esther Ollick beeindruckt.
"Ist ungefähr 1970 designed worden", erläuterte Klaus Czeczewicz voll motiviert, "von einem Herrn namens Richard Essig - wie Öl." Den Namen wird man sich ab sofort merken.
"Das Elektrifizieren kostet bestimmt 250 Euro", gab Wolfgang Pauritsch (Mitte) zu bedenken, konnte die Kollegen aber nicht abschrecken. "Ich hab 'n guten Elektriker, ich fang schon mal mit 80 Euro an", startete Walter Lehnertz ein Bietergefecht mit Esther Ollick.
"Die ist der Hit, aber bei 700 Euro bin ich raus", gab sich Esther Ollick geschlagen. Klaus Czeczewicz (links) kassierte von Walter Lehnertz das 140-Fache dessen, was er selbst für die Lampe bezahlt hatte ...
"Ich habe nie damit gerechnet, dass da so viel Geld bei rauskommt", freute sich der Kandidat, kam aber auch noch einmal auch auf sein ideelles Anliegen zurück: "Ich hoffe, das hängt dann irgendwo, wo man sich freut!" Ausgeflippt ist er dann vielleicht hinter den Kulissen ...
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