"Bares für Rares": Von wegen "nur Glas"! Diese Brosche übertraf alle Erwartungen

Osteopathin Ulrike aus dem Saarland hatte ein Erbstück im Gepäck, über das sie so rein gar nichts wusste. "Ich habe keine Ahnung von der Brosche und ein bisschen Angst, dass es nur Glas ist ..." Am Ende war die Überraschung groß, als sie das Urteil der Schmuckexpertin hörte - und Ulrike sprachlos angesichts des Preises, den die Händler schließlich zahlten ... © teleschau - der mediendienst GmbH

Osteopathin Ulrike aus dem Saarland hatte ein Erbstück im Gepäck, über das sie rein gar nichts wusste. Mehr noch: Sie war ziemlich nervös, was die "Bares für Rares"-Experten zu ihrer Brosche sagen würden: "Denn wenn es jetzt nur Glas ist? Um Gottes Willen!"
Warum muss es immer Erbschmuck sein? Horst Lichter hätte lieber eine spannende Geschichte gehört: "Ich warte immer darauf, dass mir jemand von einer Pyramidenexpedition aus dem Ägyptenurlaub erzählt und wie dort plötzlich dieser Schmuck auf dem Boden lag ..."
Eine spannende Geschichte hatte Ulrike nicht im Gepäck - und Hand anlegen wollte sie auch nicht: Horst Lichter erklärte, dass er sich letzte Nacht verlegen und vielleicht einen Nerv eingeklemmt habe. Ohne Anfassen aber leider keine Diagnose, erklärte die Osteopathin. Und so weit wollte man vor laufender Kamera dann doch nicht gehen ...
Dann doch lieber zurück zur Stabbrosche, die Ulrike von der Oma mütterlicherseits geerbt hatte. Schmuckexpertin Wendela Horz war sofort begeistert: "Ein sehr schönes Stück mit fünf tollen Saphiren in unterschiedlichen Größen."
Ulrike wollte 150 Euro für das gute Stück von ihrer Oma haben, doch die Expertin setzte weiter oben an. Ihre Schätzung: 300 bis 350 Euro sei die Stabbrosche wert.
Mit Muffensausen stellte sich Ulrike den Händlern, obwohl sie ja jetzt wusste, dass ihr Schmuckstück nicht mit Glassteinen verziert war. Denn: "Ich kann schlecht verhandeln, will aber nicht einknicken."
Das Startgebot von 380 Euro konnte sich schon einmal sehen lassen. Doch Ulrike hatte Blut geleckt und fing an zu pokern: "Ein bisschen geht noch?"
"Das sind wirklich schöne Steine", staunte Händler Waldi. "Er ist ein bisschen verliebt in die Brosche", pokerte Ulrike weiter, bis sie 510 Euro aus ihm herauskitzelte und überglücklich nach Hause fuhr: "Wesentlich mehr als der Schätzpreis. Ich bin hocherfreut."
Was sonst noch zum Verkauf stand: Ein klassisches Gemälde? Der Schein trügte bei der Porzellanplatte. Heides Kinder wollten das besondere Bild nicht haben, also ab zu "Bares für Rares".
Was sonst noch zum Verkauf stand: Unter anderem diese Porzellanplatte. Der Wunsch der Verkäuferin lag bei 100 Euro - die Expertenschätzung gleich bei 1.800 bis 1.900 Euro. "So ein besonderes Bild und dann auch noch mit Provenienzangabe, das suchen unsere Händler", meinte Experte Colmar Schulte-Goltz. Händler Fabian blätterte trotzdem "nur" 1.000 Euro dafür hin.
Opa Otto und Enkel Phil hatten altes Blechspielzeug zufällig auf dem Dachboden gefunden - leider in einem sehr schlechten Zustand. Dafür gab's 200 Euro von den Händlern. Das Geld wollten Opa und Enkel für einen guten Zweck spenden.
Beim Ausmisten von Brigittes Schmuckschatulle kamen Ohrringe und ein Collier mit später angefügtem Anhänger heraus, die bei "Bares für Rares" in Geld umgetauscht werden sollten. Brigitte hätte den Schmuck für 200 Euro verscherbelt, von den Händlern gab es satte 700 Euro.
Verkäufer Markus sammelt eigentlich Blechdosen (800 Stück hat er schon), hat aber auch Bierkrüge, die er an den Mann bringen wollte. Horst fand, "der eine ist sehr schön, der andere außergewöhnlich". Und was sagten die Händler?
Horst war neugierig: "Und für das Geld von den Händlern kaufst du dann noch mehr Blechdosen?" Der Verkäufer hatte aber noch andere Interessen und antwortete: "Ja, oder Glücksschweinchen oder für den Vater ein paar Briefmarken." 100 Euro lautete der Wunschpreis für die Krüge, 120 Euro gab es von Händler Ludwig (r.), der seine riesige Krugsammlung damit wieder ein Stück weit ausbauen konnte.
Zu guter Letzt im Angebot: ein englisches Necessaire. Verkäufer Stephan dachte, dass der Kulturbeutel über 300 Jahre alt wäre. Doch leider fiel die Expertenschätzung anders aus: Zwischen 1903 und 1914 entstanden die Utensilien zur Nagelpflege.
"Es ist alt, es ist schön, es ist vollständig, es ist Sterling-Silber", gab sich Horst zuversichtlich, was den Wunschpreis von 250 Euro anging. Hat auch fast geklappt: Die Händler ließen 240 Euro springen.
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