"Bares für Rares": Dieses Gemälde schätzten Experten völlig falsch ein

Ein unerkanntes Meisterwerk sorgte in der Trödel-Show von Horst Lichter für eine große Überraschung.

Ein Blick - und Horst Lichter schwirrte der Kopf: "Junge, Junge, Junge, auf dem Bild ist aber was los." Die Gefühle sollten gleich noch mehr Achterbahn fahren, als er die unfassbare Geschichte dazu erfuhr ...
Bernhard Oberdieck aus Ramerberg vermutete: "Das ist wahrscheinlich eine Skizze zu einem Gemälde." Mehr wusste der Bildersammler nicht über das Kunstwerk, da es ihm unter Angaben falscher Tatsachen verkauft wurde.
Er erzählte vom kuriosen Kauf: "Ich hab es in einer Auktion ersteigert, wo es allerdings unter falschem Namen drin war." Denn dort sei es als Bild von Lindenschmit dem Älteren aufgelistet gewesen: "Und das ist ein Bild von Wilhelm Lindenschmit dem Jüngeren", so der Verkäufer.
Horst Lichter konnte die Verwechslung der Experten des Auktionshauses kaum glauben: "Aha, das ist aber selten! Und der Ältere wäre teurer oder billiger gewesen als der Jüngere?"
Zum Glück hatte "Bares für Rares"-Experte Albert Maier (links) mehr Ahnung und verkündete hocherfreut: "Nee, der Jüngere ist der Bessere!"
Der Wert: "Mein Preis liegt bei 1.500 bis 2.000 Euro!", so der Experte. Da freute sich Herr Oberdieck: "Ich hab 280 Euro bezahlt!" Da könnte sich sein "Fehlkauf" doch noch bezahlt machen ...
"Das ist echt gut", fand Kunstkenner Fabian Kahl (vorne). Walter Lehnertz (links) gefiel ebenfalls, was er sah: "Der konnte auch was."
Herr Oberdieck gab sein Bestes, um möglichst viel Bares rauszuschlagen: "Das ist einer der bekanntesten Historienmaler des 19. Jahrhunderts gewesen." Susanne Steiger biss an und hakte nach: "Was haben Sie bezahlt?" Der Verkäufer lachte: "Sag ich Ihnen nachher!"
Eine gute Taktik, denn Steiger rückte 2.000 Euro und damit exakt den Schätzpreis heraus. Der Kaufpreis hatte sich damit fast verzehnfacht. Da hatte Herr Oberdieck bei der Auktion einen echten Glücksgriff gemacht!
Über dem Schätzwert wurde auch eine Kaffee-Vitrine der Marke Contzen aus den 1930er-Jahren bezahlt, die 240 Euro erzielte.
Eine hübsche goldene Brosche mit Altschliffdiamant aus der Zeit zwischen 1870 bis 1890 brachte 620 Euro ein.
Spaß bereitete eine Unterwasser-Kamera inklusive Ausrüstung von 1969, die den Händlern 200 Euro wert war.
Und 320 Euro gab es für ein vergoldetes Collier aus den 1890er-Jahren mit Granatsteinen und Flussperlen.