"Bares für Rares": Funkelnde Erbstücke erzielen Top-Erlös

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Sensation bei "Bares für Rares": Diesmal landete Schmuck im fünfstelligen Bereich auf dem Expertentisch. Beim Anblick der fetten Klunker stockt Horst Lichter fast der Atem – und in den Augen der Händler funkelt es ebenso. © teleschau - der mediendienst GmbH

"Boah, sach mal", entfährt es Horst Lichter. Er hatte in seiner Laufbahn als "Bares für Rares"-Moderator zwar schon viel alten Schmuck gesehen, aber noch nie in dieser Qualität. "Wir haben hier zwei traumhafte Schmuckstücke", sagt er er bei der jüngsten Folge von "Bares für Rares" am Montag.
Frau Toerkott bringt Erbstücke der Urgroßmutter mit, ein Collier mit Kette und einen Anhänger aus den 20er- oder 30er-Jahren mit Art-Déco-Elementen samt Rubinen und Diamanten. Ein bisschen wurde noch im Nachhinein daran gelötet, erkenntExpertin Wendela Horz. Dennoch: ein schönes Stück.
"Und jetzt kommen wir zu den dicken Dingern", leitet Wendela zur Hauptattraktion über. "Der Stein, der da vorne drinhängt, der fasziniert mich", ist auch Horst vom Gefunkel der Klunker hypnotisiert.
"Der glänzt auch wirklich durch seine Größe", stimmt Wendela zu. Über vier Karat hat der Stein, jedoch auch ein paar Einschlüsse. Ein weiteres Problem sieht die Fachfrau: "Dieser Gelbton ist natürlich stark wertmindernd."
Allein der Stein aber ist rund 9.000 Euro wert. Insgesamt könnte der Schmuck bis zu 15.000 Euro einbringen. Damit würde das Konvolut in der Top 10 der teuersten Stücke bei "Bares für Rares" einen der vorderen Plätze einnehmen - sofern die Händler ebenfalls den Wert erkennen ...
Das antike Diamanten-Collier bringt die Händleraugen tatsächlich schnell zum Glänzen. "Ui, funkel, funkel", ist Händlerin Lisa begeistert.
"Das ist nicht schlecht", stapelte Fabian erst einmal tief. "Die Größe ist natürlich der Hammer."
Und schon beginnt das Händler-Duell. Am Ende teilen sie sich die Schmuckstücke auf: Lisa nimmt den Anhänger für 3.000 Euro, Daniel das Collier für 6.500 Euro. Mit der Gesamtsumme von 9.500 Euro sichert sich der Verkauf tatsächlich seinen Platz in der bisherigen "Bares für Rares"-Top-10.
Auch sonst zeigen sich die Händler in der Montagssendung sehr spendabel: Für das Flakon-Set von 1880 lassen sie 550 Euro springen. Dabei lag der Schätzpreis nur bei 150 Euro.
Einen Ring und zwei Broschen - hier im Bild zu sehen - kaufen sie für 1.600 Euro.
Die antike Jardinière aus Silber erzielt 550 Euro.
Für 80 Euro nehmen sie die Musiktruhe "Polonaise" mit ...
... und zwei Ölgemälde von Henri Fabre im Originalrahmen bringen 520 Euro ein.
Den Freudentränen nah: Horst Lichter bei der Verleihung der Goldenen Kamera 2018 in Hamburg.
"Mir fehlen tatsächlich ein bisschen die Worte": Horst Lichter nahm stellvertretend für das "Bares für Rares"-Team den Preis entgegen.
Zum Erfolgskonzept der Reihe gehören auch sie, die Experten, die eingangs den Wert der (vermeintlichen) Kunstwerke und Antiquitäten schätzen. Von links: Sven Deutschmanek, Dr. Heide Rezepa-Zabel, Horst Lichter und Albert Maier.
Und das sind fünf der wiederkehrenden Kunst- und Antiquitätenhändler, die der Sendung das gewisse Etwas geben, von links: Wolfgang Pauritsch, Susanne Steiger, Fabian Kahl, Ludwig Hofmaier und Walter Lehnertz. Der (körperlich) Kleinste der Runde ist ein ganz besonderes Original ...
Ludwig Hofmaier, 1941 in Saal an der Donau geboren, war in seinem bewegten Leben vieles: (Hochoffizieller) Meister im Kunst- und Geräteturnen, (inoffizieller) "Weltmeister im Handlaufen", Gastwirt, Nachtklubbetreiber sowie - natürlich auch Antiquitätenhändler.
Wie lange Horst Lichter (links) und Albert Maier wohl noch im ZDF Antiquitäten unter die Lupe nehmen? "Alles in der Welt hört irgendwann mal auf", orakelte Lichter im Interview mit "Quotenmeter.de". Ein allzu nahes Ende der Sendung stehe zwar nicht an, aber: "Ich werde nicht mit 80 noch auf der Bühne stehen." Ist ja zum Glück noch eine ganze Weile hin: Lichter ist erst 56 Jahre alt.
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