"Bares für Rares": Hier fühlt sich Horst Lichter wieder wie ein Kind

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Dass Horst Lichter ein Motorrad-Fan ist, ist hinlänglich bekannt. "Bares für Rares"-Fans dürfte es deshalb wohl kaum überrascht haben, dass er wegen des raren Fahrzeuges, das zwei Frauen zur Mittwochausgabe mitbrachten, total aus dem Häuschen war. Wer von den Händlern diese Begeisterung teilte und sich das einzigartige Gefährt sicherte, zeigt die Galerie.

Als am Mittwoch bei "Bares für Rares" ein Kindermotorrad zum Verkauf stand, konnte Horst Lichter seine Begeisterung nicht zurückhalten: "Eine Sensation! Davon habe ich als Kind schon geträumt." Ob auch die Händler Interesse an dem Gefährt zeigten?
Sibylle Axer (links) hatte das kleine Motorrad einst ihrer Tochter Angelina geschenkt. Entdeckt hatte sie das Vehikel in einer Zeitungsannonce. Nun wollten die beiden mehr Informationen über das Fahrzeug einholen.
Mit Kleber und Werkzeug bewaffnet baute Horst Lichter deshalb sein Fahrrad um. Um dem Original möglichst nahezukommen, nutzte er Draht, Frischhaltefolie und Waschmittelkartons, wie er der verblüfften Runde erzählte.
Mit dem Motorrad hatte Besitzerin Angelina als Kind viel Freude. Ihre Freunde durften aber nur als Beifahrer mit. Die Kerpenerin erinnerte sich: "Ich habe nie ein anderes Kind damit fahren lassen."
Trotz der schönen Erinnerungen wollte das Mutter-Tochter-Gespann das Motorrad nun verkaufen. Um nur in der Garage zu verwittern, sei es zu schade. "Jetzt soll sich ein anderes Kind darüber freuen", so die Einschätzung Angelinas (rechts).
Experte Sven Deutschmanek stimmte in die Lobeshymnen über das kleine Motorrad ein: "Ich finde das Ding sensationell, und es ist heute bestimmt noch ein Hingucker." Noch dazu sei es bis auf kleinere Beschädigungen in einem guten Zustand.
Hergestellt wurde das Vehikel Ende der 1980er-Jahre in Spanien. Vorbild war damals eine Harley Davidson. Der Nachbau erforderte also eine Lizenz, wie Deutschmanek bemerkte: "Du darfst nicht einfach so etwas nachbauen und machst das Originallogo dran."
Mit der Händlerkarte in der Tasche machten sich Sibylle (links) und Angelina auf den Weg zu den Händlern. Dort wollten sie die Expertise von 200 Euro übertreffen: "Wir hoffen, dass wir bei den Händlern beeindrucken können."
Dabei hatten sich die Frauen nicht zu viel versprochen. "Das ist ja ein sensationelles Stück, was sie uns da mitgebracht haben", zeigte sich Julian Schmitz-Avila (rechts) angetan. Mit dem ersten Angebot kam ihm aber ein anderer Händler zuvor.
Den Anfang machte Walter Lehnertz mit seinen üblichen 80 Euro. Dabei sollte es aber nicht lange bleiben, denn es entwickelte sich ein wahrer Bieterwettstreit. Verkäuferin Angelina blieb dennoch cool: "Klingt ganz nett."
Ihrem Verhandlungsgeschick und der Mithilfe von Händler Julian Schmitz-Avila hatte Angelina schließlich einen erfolgreichen Verkauf zu verdanken. Am Ende legte Walter Lehnertz (rechts) für das Motorrad 600 Euro auf den Tisch. "Es lief besser als erwartet", jubilierte die junge Frau.
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