"Bares für Rares": Flohmarkt-Schnäppchen erzielt Riesengewinn

Die Freitagsshow von "Bares für Rares" brachte den Beweis: Ein Flohmarktbesuch kann sich ganz schön lohnen! Denn als er den Einkaufspreis für eine silberne Sektschale hörte, war Horst Lichter völlig von den Socken. © teleschau - der mediendienst GmbH

Das Verkaufsobjekt war schief, nicht besonders alt und eigentlich auch nicht gut verarbeitet. Und trotzdem sollte die silberne Sektschale bei "Bares für Rares" mehr als das Hundertfache ihres Einkaufspreises erzielen!
"Wo hast du denn diesen unglaublichen Kelch her?", begann Horst das Gespräch. "Vom Flohmarkt", antwortete Camilla Cirlini aus Gütersloh. Schon seit Jahren schlendert die Fremdsprachensekretärin gerne über Trödelmärkte.
"Der is schief, ne?" stellte der Moderator fest. "Der ist bisschen schief, ja. Aber er ist auch interessant", begann Expertin Wendela Horz. Die Champagnerschale wurde aus 925er-Silber in Italien gefertigt.
Der Stiel zeigte einen Satyr. "Das ist die etwas triebhafte, genusssüchtige Sorte", klärte Wendela auf. "Ach, hör auf!", bekam Horst immer größere Augen. "Das heißt, der war immer knallevoll?"
Die Herkunft der Champagnerschale wurde noch frivoler: "In Frankreich zur Zeit von Ludwig XVI. hat Marie Antoinette, seine Frau, deren Brüste er sehr geliebt hat, ihre Brüste abformen lassen für ein Set von Milchschalen", berichtete die Expertin.
Allerdings war die Schale erst 1980 entstanden. "Also haben wir hier ein Kuriosum und keine Antiquität", stellte Horst fest.
"Camilla, jetzt würde ich von dir zwei Preise gerne wissen: Nämlich einmal den Preis, den du dafür bezahlt hast, und was du gerne hättest", hakte Horst nach. Für einen Euro hatte die Flohmarktgängerin die Schale erworben, den Silberwert von 80 Euro wollte sie gerne haben.
Wie beispielsweise Wolfgang Pauritsch, der gleich einen gierigen Blick aufsetzte. "Aber es ist keine Antiquität, definitiv nicht", erkannte der Fachmann sofort.
Das störte ihn aber nicht: "Den biege ich schon gerade, wenn's so weit ist. Aber zuerst kauf ich's, dann bieg ich's." Mit 160 Euro überbot er seine Händlerkollegen.
"Ich hab einen Euro bezahlt für den Champagnerkelch und bin natürlich super happy über die Gewinnspanne. Besser kann's nicht gehen!", freute sich Camilla über das 160-Fache ihres Einsatzes.
Ebenso erfreut war der Verkäufer dieser Bronze-Statuette von Otto Hafenrichter. Mit 500 Euro mehr in der Tasche ging er nach Hause.
Auch die Verkäuferin eines Schmuck-Konvoluts aus Silber und Gold von 1910 durfte sich über 520 Euro freuen.
Eine Polizei-Pickelhaube von 1895 brachte 300 Euro.
Und ein ausgefallener Treiberstock mit Rehbock-Abwurfstange von 1920 wurde für 100 Euro abgekauft.
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