"Bares für Rares": So eine Expertise gab's noch nie

Diese Sendung wird in die Geschichte der ZDF-Trödel-Show eingehen - und das liegt nicht an einem Verkaufsrekord.

Gemeinsam verließ das Trio den Tresen und nahm mit der Verkäuferin auf einer antiken Sitzgruppe Platz. Sowas gab's in all den Jahren der Trödel-Show tatsächlich noch nicht! Und es sollte noch skurriler werden: "Kaffee und Kuchen, bitte!", bestellte der Moderator. Horst eben.
Zumindest hatte Claudia Hillebrand aus Köln nichts gegen das spontane Kaffeekränzchen auf ihren Antiquitäten. Die Worpsweder Möbelgarnitur hielt seit 120 Jahren einiges aus und gehörte einst den Großeltern: "Meine Eltern haben sich auf dem Bänkchen kennengelernt."
Plötzlich tauchte Albert Maier aus dem Nichts auf und servierte tatsächlich drei Tassen Kaffee! Horst Lichter fiel vor Überraschung fast vom Stuhl: "Albert! Du bist ja eine Granate!"
Beim gemütlichen Plausch kam die Expertise fast zu kurz. Der Zustand war gut, deshalb legte Fabian Benöhr einen Wert von 1.800 bis 2.000 Euro für die schönen Möbelstücke fest.
Die Expertise war ein kleiner Dämpfer für die Verkäuferin, die sich eigentlich mehr erhofft hatte. Trotzdem wollte sie ihr Glück versuchen.
Ludwig Hofmaier setzte sich sofort an den Tisch: "Ich bleib jetzt mal momentan noch sitzen, dass ihr gute Gebote machts!" Die blieben jedoch aus. Einzig Walter Lehnertz wollte 80 Euro zahlen, aber nur für die Möbel - inklusive Lucki.
Fabian Kahl (rechts) erklärte das allgemeine Desinteresse: "Diese Möbel waren früher mal sehr im Trend, da hat man die gut verkaufen können. Aber heute ist das den meisten Leuten einfach zu dunkel." Frau Hillebrand nahm die Sitzgruppe schweren Herzens wieder mit nach Hause.
Mit Barem in der Hand verließen dafür die anderen Verkäufer den Händlerraum. 500 Euro gab es für einen Goldring mit Diamanten aus den 60er-Jahren.
120 Euro wurden für zwei silberne Schälchen mit Löffelchen von 1912 gezahlt.
110 Euro erzielte ein gusseiserner Spiegel aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Satte 450 Euro brachte die Porzellanfigur Marke Rosenthal der Tänzerin Liselotte Köster in die Kasse.
Und 1.850 Euro und damit mehr als erwartet wurden für ein Gold-Armband und einen Ring mit Türkisen ausgegeben.