"Bares für Rares": Erotische Plastik verzauberte Horst Lichter und die Händler

Ein sinnlicher Akt, in sehr guter Qualität, von einem international anerkannten Bildhauer: Eine Bronze-Plastik ließ Experte Albert Maier bei "Bares für Rares" ins Schwärmen geraten. Ob die nackte Dame auch die Händler verführen konnte?

Eigentlich war für Horst Lichter alles klar: "Das sieht für mich im allerersten Augenblick aus wie eine Vogeltränke." Doch dann erkannte der "Bares für Rares"-Moderator, was er da wirklich vor sich hatte ...
Maier geriet ins Schwärmen: "Die ist aus Bronze, ist sehr akribisch, sehr fein ausgearbeitet. Eine sehr gute Qualität", bestätigte der Experte der anmutigen Dame, die noch zum Objekt der Begierde werden sollte.
Die Bronzefigur wurde zwischen 1900 und 1910 von Eugen Wagner gefertigt - kein unbekannter Name in der Bildhauerei. "Da war die Hochzeit für sinnliche Aktbilder. Das war sehr gut verkäuflich zu dieser Zeit", legte der Experte nach.
"Ich glaube, das geht heut auch noch gut", erklärte Horst Lichter, der inzwischen auch erkannt hatte, dass die erotische Darstellung Geld bringen könnte. Fragte sich nur noch, wie viel.
Verkäuferin Britta Eichler, die im Auftrag einer Freundin da war, zeigte sich bescheiden: "So 50 Euro wären ganz nett." Da legte Albert Maier ein energisches Veto ein: "Also, 50 Euro geht natürlich überhaupt nicht!"
Für die Tischbronze war sehr viel mehr drin! "Eugen Wagner ist ein guter deutscher Bildhauer, und der wird sowohl national als auch international gehandelt!" Deshalb setzte Albert Maier 500 bis 600 Euro an. Lichter jubelte: "Selbst wenn du nur 500 kriegst, isses das Zehnfache!"
Im Händlerraum krallte sich Walter "Waldi" Lehnertz sofort die nackte Dame. "Kannste schön als Vogeltränke nehmen für draußen. Du kannst es auch als Spendenbrunnen nehmen" - an kreativen Ideen mangelte es ihm nicht.
"Der Ausdruck, die Beine - da stimmt alles bei der Bronze", bekam Ludwig Hofmaier glänzende Augen. "Normalerweise müsste es ja der Waldi kaufen. Der hat ein super Erotikzimmer. Des is ja einmalig, wenn man des anschaut."
Trotzdem hauten auch die anderen Händler hohe Gebote für die nackte Dame raus. Erst bei 820 Euro konnte "Waldi" seine Konkurrenz ausstechen. Ein wahrer Geldsegen für die Verkäuferin: "Ich bin überwältigt!"
Fetten Gewinn machten auch die anderen Verkäufer: Ein eigenartiger Vakuumbereiter für Kaffee aus den 70er-Jahren brachte 120 Euro ein.
Eine Kirschholz-Standuhr von 1812 erzielte immerhin 850 Euro.
Sensationelle 1.805 Euro gab es für ein ungarisches Silberbesteck aus den 30er-Jahren.
Für 180 Euro kauften die Händler 122 Filmprogrammhefte aus den 30er- bis 60er-Jahren.
Und 280 Euro gab es für zwei Mikromosaik-Broschen aus Gold, die etwa aus dem Jahr 1890 stammten.