"Bares für Rares": Dieses Erbstück sprengte die Erwartungen der Verkäuferin

Der Schwiegermutter sei Dank: Ein Kaffeeservice, das eine Verkäuferin geerbt hatte, erwies sich als ungeahnt wertvoll. Wie viel Sie dafür bekam, lesen Sie in der Bildergalerie. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Am Anfang stand wie so oft ein gut gelaunter Horst Lichter. Der Moderator zeigte großes Interesse für das entzückende Service: "Wo kommt das schöne Porzellan her?"
"Das hatte ich 45 Jahre im Schrank", erzählt Besitzerin Evelyn Klingner aus Rheinsberg. "Das hab ich mal von meiner Schwiegermutter bekommen, die hatte es auch viele Jahre im Schrank."
Dann stutzt Horst Lichter: "Ach, jetzt seh ich erst, von wem das ist!" Die Expertin Friederike Werner nickt: "Ein ganz wunderbares Dejeuner oder Tête-à-Tête von Meissen."
"Man kann sich überhaupt gar nicht sattsehen!", schwärmt die Expertin. Denn jedes Service-Teil ist mit unterschiedlichen Blumen-Mustern von Hand verziert.
Friederike Werner weißt auf den sechsstrahligen Stern hin, der auf der Unterseite der Tasse neben der typipsciehn Meissner Schwertmarkierung zu sehen ist. Ein Merkmal für die Marcolini-Zeit von 1774 bis 1815.
Horst Lichter fehlten die Worte: "Nee, Moment mal, das ist so alt?" Die Expertin bestätigte: "Ja, wir sind im 18. Jahrhundert", vermutlich in den 1770ern.
Sogar noch älter war das Tablett, nämlich aus der Zeit von 1763 bis 1774. "Noch älter?" Da muss sich Lichter erst einmal sammeln. Allmählich realisiert auch Frau Klingner, dass sie all die Jahre kein gewöhnliches Kaffeeservice im Schrank stehen hatte.
Trotzdem bleibt sie beim Wunschpreis bescheiden. "So 300, 400 Euro hab ich gedacht." Das kann Friederike Werner nicht so stehen lassen: "Ich bin bei einem mittleren Wert zwischen 1.700 und 2.000 Euro im Mindesten." Da kommen Frau Klingner Freudentränen.
"Das gibt ein Paar schicke Schuhe", sagt sie und kann ihr Glück kaum fassen. "Vielleicht auch zwei Paar", entgegnet Lichter und fällt ihr um den Hals. Auch er kann seine Freude nicht verbergen.
Auch Händler Fabian Kahl (M.) kann kaum glauben, was er da vor sich sieht: "Damit machen Sie uns eine Riesenfreude. Das ist richtig schönes und vor allem altes Meissen." Fragt sich nur, wie viel er dafür ausgeben würde.
Bei seinem Angebot von 1.200 Euro sagt Frau Klingner schließlich ja und träumt schon vom Shoppen: "Toll, einfach toll!"
Einen tollen Deal von 850 Euro gibt es auch für die Verkäufer zweier Lounge Sessel von Designer Charles Eames von Ende der 1950er-Jahre.
Für 520 Euro kaufen die Händler eine Silberschale vom königlichen Hofjuwelier Heinrich Mau aus dem Jahr 1890.
Und 400 Euro gibt es für ein vergoldetes Bronze-Medaillon mit Miniaturmalerei auf Elfenbein aus der Zeit von 1796 bis 1799.