"Bares für Rares": Bei diesem antiken Gegenstand rätselten Horst Lichter und die Händler

War es ein Werkzeug? Die Verkäufer, aber auch Moderator Horst Lichter hatten nicht die leiseste Ahnung, um was es sich bei ihrem Mitbringsel handelte ... © 1&1 Mail & Media/teleschau

"Huiuiuiuiui" - so lautete die wenig fachmännische Analyse von Horst Lichter, als er das unidentifizierte Holzobjekt sah. Zum Glück ist er nur Moderator bei "Bares für Rares" und nicht Experte. Noch spannender als das rätselhafte Mitbringsel fand Lichter aber das Aussehen des Verkäufers.
"Die Farbkombination von Augenbrauen, Bart und Haare - das ist der Burner", lobte Lichter. "Aber die Augenbrauen werden regelmäßig geschnitten und gebürstet?", vermutete er. Der Gast dementierte. Als die Gattin dies bestätigte, glaubte Lichter: "Das macht der heimlich." Erst ein Malheur von Deutschmanek lenkte den Blick wieder aufs Mitbringsel.
Die Vorführung des Objekts klappte nicht, wie sie sollte. Denn die Klappe traf die Finger des Experten. "Ha! Das hat wehgetan", stellte Lichter lachend fest. Deutschmanek war aber tapfer. Ein Experte kennt wohl keinen Schmerz. Oder weiß ihn zu verstecken.
"Wat is dat denn für ein Ding?", fragte Lichter. "Rate mal", schlug Vera Roos vor. Das wollte Lichter lieber dem Experten überlassen. "Sammelt ihr denn sonst noch alte schöne Sachen?", wollte der Moderator wissen. "Frauen", meinte Wolfgang Roos mit schelmischem Grinsen. Die Gattin fand es lustig.
"Ich gehe mal nach vorne", kündigte Deuschmanek an. "Wieso?", fragte Lichter. Der Experte ging in die Knie und hob mit dem kuriosen Gerät und brachialer Gewalt den Tisch im Studio an. "Merkst du was?", erkundigte sich Deutschmanek. Es handelte sich um einen antiken Möbelheber!
Einen Fuffi wollte das Ehepaar mit dem Objekt nach Hause wuchten. Sven Deutschmanek schätzte das Alter des Möbelhebers auf zwischen 1900 oder 1930. Den Verkaufspreis setzte er mit deutlich kleineren Zahlen an: 10 bis 30 Euro. Vielleicht würden die Händler spendabler sein, spendete er Trost. "Da hab ich schon Sachen erlebt ..."
"Was bringen Sie uns denn Schönes?", fragte Wolfgang Pauritsch. Auch Susanne Steiger war ratlos: "Was ist das?" Auch Julian Schmitz-Avila und Christian Vechtel hatten keinen Plan.
Das Ehepaar Roos klärte auf. Julian Schmitz-Avila (M.) zweifelte allerdings am Mehrwert: "Wenn ich jedes Möbel so anheben würde, wäre ich lange beschäftigt."
Immerhin Walter Lehnertz (Bild) wusste das Mitbringsel zu schätzen: "Altes Handwerkszeugs", lobte er und versuchte, die Funktionalität zu erfassen.
Julian Schmitz-Avila blieb unbelehrbar: "Ich nehme meine Hände, ich bin raus." Wolfgang Pauritsch (l.) hingegen erstand das antike Werkzeug für immerhin 40 Euro.
Experte Albert Meier erkannte beim Mitbringsel von Ursula Thomas aus Wendelstein: Die Figur aus Meissener Porzellan stellte den "polnischen Handkuss" dar. Kunstbanause Lichter dazu: "Sie ist weiß, man kann sie selbst bemalen, wenn einem die Farben nicht gefallen." Maier empfahl bis zu 800 Euro. Christian Vechtel zahlte nur 480.
Horst Lichter interessierte sich mehr für das Prüfgerät von Schmuckfachfrau Wendela Horz als für das Verkaufsobjekt von Kirsten Prinz aus Münster. Das eine war ein Refraktometer, das andere eine Kette aus 750er-Gold mit einem gelben Saphir. Horz empfahl bis zu 700 Euro. Susanne Steiger war der sogenannte Liebesknoten immerhin 650 wert.