"Bares für Rares": Dieser Schrottplatzfund stellte sich als echter Silberschatz heraus

"Sowas ist gesucht", war sich Albert Maier über das Objekt sicher. Dass sein Schätzpreis im Händlerraum allerdings noch weit übertroffen wurde, damit hätte der "Bares für Rares"-Experte sicher nicht gerechnet. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Horst Lichter starrte auf den Krug wie auf den Heiligen Gral: "Oh Jesus, ich seh was Tolles." Ganz so heilig war das Trinkgefäß zwar nicht, aber die Absichten des Verkäufers waren äußerst ehrenwert und die Hintergründe kurios.
Horst Lichter war fassungslos: "Vom Schrottplatz?" Der Schrotthändler nickte: "Vom Schrottplatz in Osnabrück, jaja!" Der Trödel-Moderator traute seinen Ohren nicht: "Nee, hör auf!"
Der Neffe hatte einen guten Riecher und einen Blick für verkannte Schätze. Denn der vermeintliche Schrott war aus feinstem 800er Silber gefertigt und besaß allein schon deshalb einen hohen Materialwert.
Auch Albert Maier konnte nur schwärmen: "Ich bin begeistert. Primär sieht das natürlich aus wie ein wunderschöner Humpen aus dem 17. Jahrhundert. Sowas ist gesucht!" Ganz so alt war der Bierkrug jedoch nicht. Aber immerhin von 1888.
Die Jagdmotive stachen dem Experten besonders ins Auge und sprachen Jäger und Sammler an. Innen war der handgefertigte Krug sogar vergoldet.
Das ließ auf viel Geld hoffen, doch bereichern wollte sich Herr Münz nicht: "Ich hoffe, dass ich eventuell einen guten Erlös dafür bekomme, den ich dann weitergeben kann an die Wärmestube Osnabrück." Albert Maier stellte bis zu 900 Euro für den guten Zweck in Aussicht.
Zum Glück waren die Händler in Spendierlaune. Schon das Startgebot von 500 Euro konnte sich sehen lassen. Und es wurde noch viel mehr ...
Die Wärmestube in Osnabrück, ein Hilfsangebot für Wohnungslose, konnte sich freuen: David Suppes sicherte sich den antiken Humpen für 1.100 Euro. Da konnten seine Händlerkollegen nur eins sagen: "Prost! Lass es dir schmecken!"
Ebenfalls auf dem Händlertisch landete eine Pippi-Langstrumpf-Puppe aus den 1970er oder 80er Jahren in Originalverpackung. Dafür gab es 60 Euro.
710 Euro wurden für eine Kette mit Anhänger aus Gold und Zuchtperlen aus den 1960er Jahren bezahlt.
Die Kuriosität des Tages war ein Aderlass-Schnepper von 1750, der für 300 Euro einen neuen Besitzer fand.
Das funkelnde Armband aus Weißgold und Platin mit Diamanten und Smaragden etwa aus der Zeit um 1910 erzielte 1.300 Euro.
Ebenfalls 1.300 Euro brachte ein Jugendstil-Tablett aus dem Jahr 1906 aus Keramik von Carl Sigmund Luber ein.