Bambi-Verleihung 2017: Die Preisträger, die emotionalsten Worte, die rührendsten Momente

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Bei der Bambi-Verleihung haben am Donnerstagabend vor allem die großen Weltstars für rührende Momente gesorgt: Hugh Jackman macht seiner Frau eine Liebeserklärung, Diane Kruger hat eine persönliche Botschaft, die sie zum Weinen bringt.

Weltstar Hugh Jackman nimmt den Bambi in der Kategorie "Entertainment" entgegen. Der Schauspieler richtet rührende Worte an seine Frau: "Du hast mir beigebracht, dass Liebe keine Legende ist, sondern Realität."
Der Bambi für "Nationaler Film" geht an "Willkommen bei den Hartmanns", eine Flüchtlingskomödie. Der Film versuche "sehr ehrlich die Widersprüche in der Flüchtlingsdebatte aufzuzeigen", sagt Regisseur Simon Verhoeven. Das würde er sich auch für das ganze Land wünschen.
Für ihn gibt es Standing Ovations: "Terminator" und Ex-Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, gewinnt in der Kategorie "Unsere Erde". Diese Ehrung bedeute ihm sehr viel: "Ich habe vieles im Leben gemacht, aber ich bin am stolzesten auf meine Arbeit für die Umwelt", sagt er in seiner Rede, die der Österreicher erstaunlicherweise auf Englisch hält.
Einen zweiten Bambi in der Kategorie "Unsere Erde" gewinnen Melati und Isabel Wijsen aus Bali. Als die Schwestern mit ihrem Projekt "Bye Bye Plastic Bags" anfingen, waren sie zwölf und zehn Jahre alt. Heute gibt es ihr Projekt in 15 Ländern. In ihrer Ansprache appellieren sie an alle Menschen, dass jeder einzelne etwas bewegen kann: "Wenn nicht jetzt, wann? Und wenn nicht wir, wer?"
Mit dem Bambi in der Kategorie "Mut" und einer Laudatio von Sigmar Gabriel wird der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei geehrt. Weiwei begleitete weltweit Flüchtlingsströme und dokumentierte sie in einem Film.
Helene Fischer zählte zu den Stars des Abends (dazu gleich mehr), aber auch Oscar-Preisträger und Sänger Sam Smith sang bei der Verleihung.
In der Kategorie "Schauspielerin National" gewinnt Alicia von Rittberg. Die 23-Jährige, bekannt aus dem Film "Jugend ohne Gott", fesselt mit ihrer Rede, in der sie auf ihre Rolle als Hilfswärterin Ida Lenze in der Serie "Charité" eingeht. Ida Lenze sei die Figur einer starken Frau.
Bester männlicher Darsteller: Heino Ferch wird für seine Rolle als Psychiater Richard Brock in der Thrillerreihe "Spuren des Bösen" und für seine Rollen in der Martin-Suter-Verfilmung "Allmen" ausgezeichnet.
Helene Fischer erhält den Bambi für die Kategorie "Musik National" und singt natürlich auch. Für viele Nutzer in den sozialen Medien ist sie "die heißeste Nummer des Abends".
Danach kündigt Silbereisen die Verleihung des Bambis der Kategorie "Stille Helden" an. Preisträgerin ist Krankenschwester Waltraud Hubert, die in der Spezialabteilung für Kinderdemenz am Uniklinikum Eppendorf in Hamburg arbeitet.
Claudia Schiffer erinnert in ihrer Dankesrede für den "Fashion"-Bambi daran, dass man nie aufhören dürfe zu träumen. Womöglich wäre sonst etwa die Berliner Mauer niemals gefallen, meint das Topmodel.
Bei ihr gab es Tränen: Diane Kruger und Regisseur Fatih Akin bekamen für das NSU-Drama "Aus dem Nichts" den Sonderpreis der Jury. "Rassismus ist scheiße - hier und überall auf der Welt", sagte Akin. Kruger rief dazu auf, so viel Zeit wie möglich mit seinen liebsten Menschen zu verbringen - ein emotionaler Moment der Show.
"Immer haben Sie für Freiheit und Gerechtigkeit gekämpft": Mit diesen Worten überreicht Schauspielerin Sibel Kekilli dem früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck den Millennial-Bambi. Ein würdiger Abschluss der Verleihung, die in "Das Erste" übertragen wurde.
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