"Babylon Berlin": Eine deutsche Serie, die besser ist als alle je dagewesenen

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Keine deutsche Serie wurde so gehypt wie "Babylon Berlin". Die Co-Produktion von ARD und Sky erzählt einen Kriminalfall in den letzten Jahren der Weimarer Republik und kann mit amerikanischen Serien wie "Mad Men" und "Breaking Bad" mithalten.

"Babylon Berlin" ist das, was die deutsche Fernsehwelt noch nie hatte und doch so sehr verdient. Eine Serie, die mit ihren amerikanischen Vorbildern mithalten kann. Auf Sky ist die lang erwartete Krimiserie um Kommissar Gereon Rath nun endlich angelaufen.
Bereits im Vorfeld ist die Serie in den Himmel gelobt worden. In Kooperation mit Sky hat die ARD keine Kosten gescheut um seinem Publikum eine hochwertig produzierte Krimireihe zu bieten. Ganze 40 Millionen Euro haben zwei Staffeln à acht Folgen verschlungen.
Für Zuschauer ohne Sky-Konto ist die Serie erst Ende 2018 im Ersten zu sehen. "Babylon Berlin" wurde bereits in die skandinavischen Länder, sowie andere EU-Staaten verkauft. In den USA hat sich der Online-Anbieter Netflix die Rechte gesichert.
Die Dreharbeiten zu der aufwendigen Serie waren bereits Ende 2015 angesetzt. Die Vorbereitungen verzögerten den Start bis Mai 2016. Beendet wurde die Arbeit am Set erst Ende des Jahres 2016. Außergewöhnlich ist, dass das Team zwei Staffeln in einem Zug durchfilmte.
Der Münchner Schauspieler Volker Bruch spielt in "Babylon Berlin" die Hauptrolle des Kommissars Gereon Rath. Der 37-Jährige war bereits in einigen deutschen Kino- und Filmproduktionen zu sehen. "Babylon Berlin" macht ihn nun einem breiten Publikum bekannt und dürfte sich als echter Karriere-Booster erweisen.
"Babylon Berlin" fährt die besten Schauspieler des Landes auf. Unter ihnen sind Lars Eidinger ("Was bleibt") als Alfred Nyssen und ...
... Benno Fürmann als Wendt. Neben 300 Sprechrollen hat "Babylon Berlin" in zwei Staffeln 5.000 Komparsen aufgefahren.
Das Drehbuch von "Babylon Berlin" basiert auf der Krimireihe "Der nasse Fisch" um den Kommissar Gereon Roth, geschrieben von Volker Kutscher.
Die Regisseure Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten haben ebenfalls das Drehbuch zu der Krimiserie geschrieben. Der Aufwand für eine Folge von "Babylon Berlin" umfasst die doppelten Kosten eines abendfüllenden "Tatorts".
Die Handlung von "Babylon Berlin" befasst sich in erster Linie mit einem Erpressungsfall, der Kommissar Rath von Köln ins Berlin der 20er Jahre führt. Dort lernt er die Polizeimitarbeiterin Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries, rechts) kennen.
Was anfangs wie ein Erpressungsfall aussieht, entpuppt sich schließlich als Intrige, die sich durch Politik, Mafia und Polizei zieht. Die Frage, wem Kommissar Rath und seine Mitarbeiter Charlotte Ritter und Wolter trauen können und wem nicht, sorgt für unablässige Spannung.
"Babylon Berlin" ist vielschichtig und zeichnet ein Bild der relevanten Themen um die Zeit der 20er Jahre. Politik, Emanzipation und Extremismus sind ebenso Thema wie Drogen, Mord und Kunst.
"Babylon Berlin" spielt in den Goldenen 20er Jahren. Die Zeit zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg wird in der Serie mit akribischen Details zum Leben erweckt.
Die Zwischenkriegsjahre bringen für die Menschen in Berlin einen radikalen Wandel. Die Arbeitslosigkeit wächst, die Arbeiter werden unzufrieden und gehen auf die Barrikaden. Die Konflikte, die in der Serie thematisiert werden, zeigen, wie intensiv sich das Drehbuch mit den historischen Begebenheiten befasst.
Noch nie wurde die Weimarer Republik in so vielen Facetten gezeigt wie in der Serie "Babylon Berlin".
Uli Hanisch, der bereits "Das Parfüm" ausgestattet hat, musste eigens für "Babylon Berlin" 8.000 Quadratmeter Außenkulisse erschaffen.
"Babylon Berlin" ist keine Kuschelserie. Wer absolute Trostlosigkeit in Filmen nicht erträgt, sollte die Finger von der Krimiserie lassen.
Was hat "Babylon Berlin", was andere deutsche Serien nicht haben? Die Antwort: Geld für die Produktion und eine gute Drehbuchvorlage.
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