(jv/cze) - Von wegen, das Model-Leben ist Glamour pur. Die Kandidatinnen der neuen ProSieben-Show "Million Dollar Model" haben offenbar wenig zu lachen - dank Knebelverträgen und Mini-Gehalt.

Wie die "B.Z." berichtet, ist es mit dem Millionen-Gewinn in der Show nämlich so eine Sache. Zwar sucht Topmodel Bar Refaeli in ihrer Sendung neue Nachwuchs-Models, doch die Mädchen müssen dafür offensichtlich einen hohen Preis zahlen.

So sollen sie sich zu während der Laufzeit der Sendung zu honorarfreier Verfügbarkeit verpflichten und das auch noch, ohne dabei viel zu verdienen. Angeblich gibt es gerade mal 200 Euro "Taschengeld" pro Folge. Besonders happig sind dagegen die angedrohten Strafen bei Vertragsbruch: Wer einen Termin verpasst, soll 10.000 Euro bezahlen, wer Details über "Million Dollar Model" verrät, sogar 50.000 Euro.

Und der Millionen-Gewinn? Laut "B.Z." eine große Lüge. Ob die Gewinnerin überhaupt Geld sehen wird, sei noch nicht sicher. Der Titel der Show beziehe sich nicht auf den möglichen Gewinn in der Sendung, sondern lediglich auf die Chance, "irgendwann im Modegeschäft eine Million zu verdienen", so die Verantwortlichen laut dem Bericht.

Das klingt nicht wirklich nach Glamour, sondern eher nach Ausbeutung. Diese negative Presse dürfte vor allem Konkurrentin Heidi Klum freuen. Die war von der neuen Sendung, die wie "Germany's next Topmodel" auf ProSieben laufen wird, nämlich gar nicht begeistert. Besonders auf ihren Haussender war sie sauer. "Ich würde meiner Top-Sendung keine Konkurrenz machen. Aber mir gehört ProSieben nicht, ich bin nur Angestellte", verriet sie im Interview mit der "Bild am Sonntag".

Ob Bar Refaeli an den Erfolg ihrer Konkurrenz-Sendung GNTM anknüpfen kann, oder ob ihr die strengen Verträge zum Verhängnis werden, bleibt abzuwarten. Aber eins ist sicher: Sympathie-Punkte sammelt man so eher nicht.