"500 - Die Quiz-Arena": Günther Jauch in größter Anspannung

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"Ein spannenderes Finale könnte es nicht geben" - und das im Rahmen der "härtesten Quizshow Deutschlands". Günther Jauch zeigte mit reichlich Superlativen, dass "500 - Die Quiz-Arena" viel mehr sein soll als bloß ein Lückenbüßer, um die Sommerpause "Wer wird Millionär?" zu überbrücken. © teleschau - der mediendienst GmbH

"Die härteste Quizshow, die Sie in Deutschland sehen können", versprach Günther Jauch: Keine Joker, keine Auswahlmöglichkeiten und nur fünf Sekunden Zeit für die Antwort. Der Moderator selbst schwärmte von der eigenen Sendung, welche die WWM-Sommerpause überbrücken soll, vom "absoluten Showdown". Manche Fragen gerieten allerdings arg einfach ...
In der Arena befinden sich immer gleichzeitig ein Kandidat, der versucht, 500 Fragen zu beantworten und einer, der versucht, ihm diese Rolle abzunehmen. Zwei Millionen Euro winken dem Sieger. Ebenfalls anders als bei "Wer wird Millionär?": Günther Jauch hat einen Assistenten: Ralf Schnoor hat in Jauchs Haupt-Show einst die Million geknackt. In der ersten Folge von "500 - Die Quiz-Arena" allerdings blieb Schnoor nahezu unsichtbar im Hintergrund.
Im Gegensatz zu René Frauenkron. Der stellte sich vor als "Produzent". Wer nun an einen hollywoodreifen Filmproduzenten oder ähnliches dachte, wurde überrascht: "Produzent von einem Frittieröl", klärte der Lebensmitteltechniker auf.
... Anna Wendel. Die Studienbetreuerin verriet: "Eine Freundin hat gesagt: Wenn ich ein Hund wäre, wäre ich ein Chihuahua, der sich für einen Pitbull hält." Immerhin beschrieb besagte Freundin die Kandidatin auch als "kreativ und schlagfertig".
Die Frage-Kategorie dürfen sich die Kandidaten im Gegensatz zu WWM selbst aus einer vorgegebenen Auswahl aussuchen. "Als Dortmunder nehme ich mal das Bier", sagte René Frauenkron. Wie viel Pfand man für eine handelsübliche Mehrweg-Flasche zahlen muss, wusste er nicht. Ebenso wenig, welches Bundesland die geringste Bevölkerungsdichte hat. Jauch drohte: "Wenn die nächste Antwort falsch ist ..."
"... sind Sie der am schnellsten ausgeschiedene Kandidat". Eine weitere Bier-Frage verhindert das, denn René Frauenkron wusste: Der metallene Verschluss von Bierflaschen nennt sich Kronkorken. Auch dass Pils sich vom Ort Pilsen ableitet, war ihm bekannt. "Bier ist alle", stellte Jauch fest, als die Lieblings-Fragenkategorie des Kandidaten aufgebraucht war.
Bald kam Frauenkron erneut in die Bredouille, zwei rote X angesammelt zu haben. "Wenn Sie die nächste Frage vergeigen, war es das", meinte Jauch wenig aufmunternd. Der Kandidat wusste aber, welcher Comedian einen Zuschauerrekord aufgestellt hatte: Mario Barth. "Puh das war knapp", stellte er fest und Jauch ..
... fragte schadenfroh: "Da war schon ein bisschen Frittenfett unter den Achseln, oder?" Glück gehabt. Waren ja auch nicht gerade schwer, die Fragen... Bald musste René Frauenkron sich erneut mit seiner Rivalin duellieren. Diesmal ging es um Musik.
Die erfolgreichsten Singles welcher Sängerin sind "Marathon", "Fehlerfrei" und ... Bevor Jauch "Atemlos durch die Nacht" sagte, antwortete Anna Wendel: "Helene Fischer", die gerade auf allen Kanälen zu hören und zu sehen ist. René Frauenkrons Traum vom eigenen "Wohnwagenmobil" platzte.
Auch die junge Dame bekam einen Rivalen in die Arena gestellt: den pensionierten Lehrer Mike Morschbach. Jauch warnte ihn vor Anna Wendel: "Sie sieht aus, als könnte sie kein Wässerchen trüben und prompt hat sie unseren Frittenboy rausgekegelt."
Fußballfan Mike Morschbach gestand, wie es ihm gelang, ein Podolski-Poster in einer Schule in Leverkusen aufhängen zu dürfen: "Entweder das Poster oder es gibt kein Übungsblatt für die nächste Prüfung", hatte er den Schülern vorgeschlagen. "Ach, über Korruption lief das", mimte der gelernte Journalist Jauch den investigativen Reporter.
"Auf den ersten Blick ein bisschen mäusig", beschrieb Günther Jauch uncharmant den Eindruck, den er von Anna Wendel hatte. Als die recht dialektbehaftete Rheinland-Pfälzerin die Kategorie "Märschen" wählte, spielte Jauch den Schwerhörigen: "Meerschweinchen?" Die junge Frau ...
... ließ sich davon nicht verunsichern. Auch dazu, dass sie ein Fan von Daniela Katzenberger ist, stand sie. Gefragt, ob sie ihre Sendung gucke, musste sie zugeben: "Seit ich mit meinem Freund zusammenlebe nicht mehr, der hat da was dagegen."
Auch Mitkandidat Mike Morschbach gab zu: "Ich kann mit einer Scarlett Johansson mehr anfangen." "Kaffeetrinken mit der Katzenberger ist billiger", gab Jauch zu bedenken und drohte: "Wenn noch zwei X kommen, müssen Sie mit mir gehen." Doch dann ging's schnell ...
"Alles entscheidend ist jetzt die Buzzer Runde zwischen ihnen beiden, das wird richtig spannend. Wenn Sie etwas falsch machen oder er ist schneller, ist das ganze Geld futsch und er kommt weiter", erklärte Jauch der Kandidatin. "Ein spannenderes Finale könnte es nicht geben, der absolute Showdown!" Weiter kam dann Anna Wendel.
Der nächste Mitbewerber um die zwei Millionen: Christoph Adelmann liebt Outdoorsportarten und wird von einer Freundin beschrieben als "cooler Surfer-Dude". Der Bootcamp-Trainer war tatsächlich cool genug, ...
... Jauch in die Knie zu zwingen. "Sie könnten gerne in unser Bootcamp kommen", bot er Jauch an. Es klang wie ein versteckter Hinweis auf die wenig sportlich scheinende Statur des Moderators. Als Jauch die Beine für die perfekten Kniebeugen schulterbreit positionieren sollte, meinte Adelmann unverfroren: "So breit sind ihre Schultern nicht." Jauch wirkte kurz eingeschnappt.
Der Zweikampf ging gleich los mit einem Duell. In diesem Spielmodus gilt es, Begriffe schneller zu ergänzen als der Konkurrent. "Eine schnellere Chance, in den Angriffsmodus zu gehen gibt es nicht", meinte Jauch.
Welche zwölf ausländischen Staaten die meisten Deutschen Studierenden beheimaten, war gefragt. Christoph Adelmann hatte in der Hektik die Frage falsch verstanden. Er meinte, gefragt sei, aus welchem Land die meisten ausländischen Studenten in Deutschland kämen.
Für Jauch die perfekte Steilvorlage, um sich für die subtile Kritik an seiner Sportlichkeit zu rächen: "Wer lesen kann, ist übrigens bei dieser Sendung sehr im Vorteil."
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