100. Folge "Grill den Henssler": Überraschungsgäste schocken den Jubilar

Feuerwerk im Studio, dann Feuerwerk der Sprüche in der Jubiläumsküche. Bei der 100. Sendung von "Grill den Henssler" (VOX) war einiges geboten. Am Herd wurde einander nichts geschenkt: Es floss sogar Blut! © 1&1 Mail & Media/teleschau

"Prösterchen!" Auf die 100. Sendung darf man ruhig mal anstoßen. Aber in der Jubiläumsshow von "Grill den Henssler" (VOX) wird nicht nur gepichelt, sondern auch viel gefrotzelt und köstlich geköchelt. Am Herd gibt's ein beinhartes Kopf-an-Kopf-Gebruzzel - es wird wörtlich bis aufs Blut gekämpft! Und es gibt viele Überraschungen - vor allem für Henssler.
100 Sendungen hin, Jubiläum her - diese Drei wollen Steffen Henssler auch am Ehrentag grillen! Panagiota Petridou (Mitte) kochte schon in der 1. Sendung (29.9.2013) gegen Henssler, Mario Barth (links) und Detlef Steves sind beste Henssler-Buddys und Dauerrivalen. Barth tritt zum 4. Mal an, Steves feiert selbst ein kleines Jubiläum: es ist sein 15. Einsatz.
Alle sind festlich gewandet. Moderatorin Laura Wontorra erscheint im Silvesterglitzerfummel (Mario Barth: "Meine kleine Discokugel!"), Henssler in pinkfarbener Kochjoppe mit aufgestickter Glitzer-100. Nach dem Pyro-Feuerwerk zum Entrée gibt's beim Impro-Gang gleich mal dem Anlass entsprechende Luxus-Zutaten: Hummer, Trüffel und Champagner.
Kochcoach Ali Güngörmüş ist Stammgast als Kochcoach. Niemand maß sich so oft als Promi-Leader mit "Koch-König" Steffen Henssler. Diesmal ist Güngörmüş (17 von 20 Punkten in der Restaurantführer-Bibel Gault-Millau) zum 16. Mal dabei. Seine Bilanz ist aber ausbaufähig - er siegte bislang nur dreimal, erreichte ein Remis und kassierte elf Niederlagen.
Auch Juror Reiner Calmund erlebt seine 100. GdH-Sendung. Er hat in 99 Sendungen 799 Teller verkostet, erklärt Wontorra. Sie stellt ihm die Rechnung: "Wenn du das alles hättest bezahlen müssen, wären es 15.926,80 Euro." 37-mal gab Calli die Traumnote 10. Es folgt die 38.: Die Promis kriegen eine 10 für ihren Impro-Gang und gehen 26:24 in Führung.
Detlef Steves ist Hensslers Lieblingsdauerrivale. Neunmal trat er bereits an, dreimal konnte er gewinnen. Diesmal gewinnt er schon vor dem Kocheinsatz: In der Küchen-Competition nimmt er Henssler beim Gurkenstapeln drei Punkte ab. Und für die Vorspeise hat er sich was ganz Besonderes ausgedacht: Er fordert Henssler zu dessen "Signature Dish" heraus ...
"Sashimi vom norwegischen Fjordlachs mit Nussbutter und Ponzu-Sauce" ist eine Vorspeise, die Henssler praktisch erfand. Sie steht auf seiner hauseigenen Speisekarte. Und wer könnte sie besser gegen ihn kochen als sein Küchendirektor Tobias Frerks (zweiter von rechts)? Ihn hat Detlef Steves als Coach angeheuert, tagelang heimlich in Hamburg geübt.
Steffen Henssler ist überrascht. Vom forschen Steves und von der "Untreue" seines Küchenchefs: "Wenn der Detlef das gewinnst, würde ich schon mal nen Jobaufruf starten - gucken ja viele Leute zu." Henssler ist nervös und zudem gehandicapt. Er hat sich zweimal geschnitten. Erst an der Schampus-Flasche ("Weil die Wontorra saufen will!"), dann an der Reibe.
Detlef Steves wie er leibt, lebt, leidet und schwitzt! Er kommt schnell wieder auf Puls 200, vor allem wegen der Saucen-Flasche. "Jetzt pinkelt die wie ne alte Omma! Komm, schütt aus, Mädchen!" Aber er köchelt konzentriert. Henssler schüttelt den Kopf über seinen Küchendirektor Frerks, der Steves coacht. "Was haste dem da für 'ne Schei.. gelernt?!"
Jurorin Mirja Boes tritt bei jedem Jury-Einsatz mit einer anderen Jubiläumskrone an. Von beiden Vorspeisen-Tellern ist sie begeistert, wenngleich sie Steves ("Wir sind ja einiges von ihm gewohnt - und nicht immer nur Gutes") das eigentlich nicht zugetraut hätte. Sie gibt dem roten Teller sogar die Traumnote 10 - und der gehört Detlef Steves!
Calli (10:9 für Henssler) macht die Vorspeisen-Partie ausgeglichen. Christian Rach unkt: "Da soll ich der Spielverderber sein?" Ist er aber nicht, er bewertet beide Teller ("Grandios!") mit 9 Punkten - 28:28. Henssler ist ein bisschen angefressen: "Remis gegen Detlef? Das klingt nach einer Niederlage." Detlef: "Und dabei hast du noch Glück gehabt!"
Im Kartoffelschälen ist Mario Barth eine Wucht (Wontorra: "Er schält schneller als sein Schatten") - im Gurken-Reiben nicht. Daher verliert er die zweite Küchen-Competition gegen Henssler, der auf 55:57 verkürzt. Aber der Kult-Komiker kann sich mit der Hauptspeise revanchieren. Er fordert zu "Wiener Schnitzel mit Rösti à la Kartoffelsalat" heraus.
"Hauptsache, der Teller ist voll, der Calli ist da!" Mit diesem Trick will Mario Barth Juror Calmund überrumpeln. Von Wontorra auf den großartigen Gewichtsverlust des Jury-Urgesteins angesprochen, meint Barth: "Magenband und so, jaja, aber bist du das Auge umgeschult hast, dat dauert Jahre!" Er ist zuversichtlich: "Steffen hat ja nen Ruf zu verlieren."
Barth ist fokussiert, Henssler moniert eine stumpfe Reibe. Barth: "Kenn' wa ja, wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld." Detlef Steves ordert aus der VIP-Lounge trotzdem ein Schnitzel von Henssler. Bei Barth nur das Rösti. "Ach, für ein Schnitzel bin ich nicht gut genug, oder was?" Frotzeln auf höchster, köstlichster Flamme.
Während Mario Barth und Koch-Coach Ali Güngörmüş köcheln, gesteht Wontorra, dass sie sich - ausgerechnet - bei Hensslers Lieblingsfeind Tim Mälzer über Schnitzel schlau gemacht habe. Henssler: "Dessen fiese Tricks braucht der Profi nicht." Wontorra: "Oh, gut, dass der Tim Mälzer nicht zuguckt." Henssler: "Der guckt immer, der will ja was lernen."
Tja, und plötzlich ist er da! Tim Mälzer hat sich als Ersatz für Christian Rach in die Jury geschummelt. Aber Henssler erkennt ihn beim ersten Wort. Mälzer beginnt, stellt aber seine Wertung zurück. Mirja Boes wertet 8:8, Calli benotet 9:9 - Mälzers Votum ist Zünglein an der Waage. Henssler: "Jetzt entscheidet der Drecksack. Das kann nicht sein!"
Panagiota Petridou, "Frau der ersten GdH-Stunde" (Wontorra), lässt sich nicht unterkriegen. Bisher kochte sie vier Desserts gegen Henssler und verlor jedes Mal. Jetzt greift sie tief in die Trickkiste: Sie fordert "veganen Milchreis mit Mastix, Pistazienzigarre, Feigen und veganem Schaum". Henssler ist not amused: "Mein Gott Walter, was ne Sch...!"
Petridou patzt Wontorra an ("Mach dich mal weg da!"), Henssler sucht Rat bei Mälzer in Sachen "veganem Schaum". Es wird schnell zum Beef. "Hau ab, wenn du nix weißt!" - "Weiß ich wohl!" - " Nie im Leben weißt du, wie veganer Schaum geht!", blaffen sich Henssler und Mälzer an. Wontorra: "Das ist, wie wenn man Messi und Ronaldo beim Fußball-Talk zuhört."
Kann Petridou Henssler endlich bezwingen? Nach Callis Wertung (7:7, "Da reißt mich nix vom Sitz") und Boes' (7:6 für Petridou) sieht es gut aus. Das letzte Wort hat Christian Rach, der auf seinen Jury-Stuhl zurückkehrt. Der macht beiden Köchen ein Kompliment, stellt dann aber fest: "Auf Blau gab's eine Geschmacksexplosion." Und Blau gehört ..?
Henssler! Dank Rachs 8:6 gewinnt er die Nachspeise 21:20! Gut, dass der Haupt-Juror wertet. Gastjuror Mälzer sieht nämlich (außer Konkurrenz) Petridou vorne: "Bei ihr: filigrane Aromatik, wie eine Cabriofahrt übers Land. Bei Steffen: geschmacklich eher eine Massenkarambolage." Mälzer: "Ich bin froh, das ich hier nix zu sagen hab." Henssler: "Ich auch!"