Der Wiener-Opernball-Mäzen Richard Lugner (84) zeigt Verständnis für die Politik von Donald Trump. Dazu würden Kollegen in der Baubranche Parallelen zwischen Lugner und dem US-Präsidenten feststellen.

"Er ist ein wilder Hund, keine Frage. Aber wenn er sagt, er lässt keine Muslime rein, hält er nur, was er im Wahlkampf versprochen hat", sagt der österreichische Bauunternehmer der Zeitung "Die Welt" (Donnerstag).

"Vielleicht weiß er eh, dass man das nicht umsetzen kann, aber er kann später immerhin sagen, dass er es versucht hat", sagt Richard Lugner über Donald Trump.

"Manche nennen mich Donau-Trump"

Lugner, der jedes Jahr zum Opernball einen Stargast einlädt - 2017 Goldie Hawn, 1994 war es übrigens Trumps Ex-Frau Ivana - sagte auch, dass einige ihn mit Donald Trump verglichen, nicht zuletzt wegen der Karriere in der Baubranche. "Manche nennen mich den Donau-Trump."

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Lugner glaubt, Trump habe "vieles richtig gemacht": "Die Politiker im Rest der Welt sagen: Kaufen wir die billigen Leiberln (T-Shirts, Anm. d. Red.) aus China und Indien, wo man zu Hungerlöhnen und ohne Sozialleistungen produzieren lassen kann. Aber das kostet halt auch Jobs, weil unsere Unternehmen ebenfalls im Ausland produzieren müssen, wenn sie da mithalten wollen."

Weiter fordert Trump: "Also muss man mit dieser Politik aufhören, wenn man Arbeitsplätze schaffen will. Und da hat der Trump neue Ansätze." (dpa/am)