Nun werden sie vielleicht doch noch Freunde: Richard Lugner hat am Mittwoch in Wien seinen gut gelaunten Opernballgast Melanie Griffith präsentiert. Nachdem es im Vorfeld zwischen den beiden gekriselt hatte, standen die Zeichen nun ganz auf eitel Sonnenschein und große Komplimente.

"Bitte mach' ma das auf Englisch, auch wenn ich nicht gut Englisch kann. Aber das ist ja eine Zumutung für unseren Gast." Richard Lugner sprach gleich zu Beginn seiner Pressekonferenz in der Lugner City ein Machtwort gegenüber den Journalisten - und bewies damit wieder einmal, was für ein makelloser Gastgeber er ist.

Sein diesjähriger Opernballgast Melanie Griffith weiß das ganz offensichtlich zu würdigen. Nachdem es anfängliche Schwierigkeiten zwischen den beiden gegeben hatte - Griffith meldete sich wiederholt nicht auf Lugners Anfragen und schlug diverse Friseur-Vorschläge in den Wind - war die 60-Jährige nun voll des Lobes für ihn.

Er sei "very kind, friendly, lovely and sexy", erzählte sie den staunenden Journalisten.

Lugner selbst fand seine Sprache schnell wieder: "Sie sehen auch sehr toll aus", antwortete er ihr.

Ob sie das Tanzbein schwingen werde, wisse sie noch nicht. Sie könne nämlich gar nicht Walzer tanzen. Wien jedenfalls gefalle ihr sehr gut, sagte sie. Wegen des Schnees wisse sie aber noch nicht, ob sie sich viel ansehen werde. Es ist bereits Griffiths zweiter Wien-Besuch.

Melanie Griffith über #metoo

Schließlich sprachen die Journalistin Griffith auch auf ein ernstes Thema an: die #metoo-Debatte. Es sei wichtig, dass Menschen darüber sprechen, befand Griffith.

Sie selbst habe keine schlechten Erfahrungen mit sexueller Belästigung gemacht. Ihre Mutter jedoch, als sie mit Hitchcock drehte: "Er hat die Karriere meiner Mutter ruiniert, weil sie nicht mit ihm schlafen wollte", so Griffith.

Heiraten will die US-Schauspielerin nicht mehr. Sie habe ja bereits vier Scheidungen hinter sich, erinnerte sie. Sie sei aber offen für einen Partner - mit einem eigenen Haus, wie sie betonte.

Tragen wird der Hollywood-Star beim Opernball übrigens ein schwarzes Kleid des verstorbenen Designers Azzedine Alaïa, das er vor 20 Jahren entwarf. In Lugners Loge wird es eng: Zwölf Gäste bringt er insgesamt mit.

Den Namen seiner privaten Begleitung nannte er noch nicht. Im Gespräch mit unserer Redaktion verriet er jedoch, es handle sich um eine Dame, "die ich schon vor Jahren in Spanien kennengelernt habe, und die mich neulich wieder angerufen hat. Sie kommt ursprünglich aus Deutschland, lebt aber derzeit in den USA." (af)