Viggo Mortensen wird 60: Seine besten Rollen

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Viggo Mortensen und "Der Herr der Ringe" – das gehört einfach zusammen. Dabei hat der Schauspieler längst nicht nur in der Rolle des Aragorn brilliert. Das sind seine besten Rollen. © spot on news

Den Traum, Schauspieler zu werden, hatte Viggo Mortensen nicht immer. Erst nach langer Findungsphase feiert er 1985 sein Leinwanddebüt mit "Der einzige Zeuge". Es folgen mehrere kleine Rollen, ehe Mortensen schließlich in "Prison - Rückkehr aus der Hölle" (1988) mitwirkt. Darin spielt er sogar gleich zwei Rollen: Den vor 30 Jahren unschuldig hingerichteten Insassen Charlie Forsythe, der aus dem Jenseits zurückkehrt, um Rache zu nehmen als auch Häftling Burke, der dem Geist und dessen Willen schutzlos ausgeliefert ist.
Viggo Mortensen darf im Laufe seiner Karriere so manches Regie-Debüt miterleben. Im Jahr 1991 steht er für Sean Penns ersten Film "Indian Runner" vor der Kamera. Das Drama erzählt die Geschichte eines ziemlich ungleichen Bruderpaars: Mortensen gibt den aus Vietnam zurückgekehrten, psychisch angeknacksten Frank Roberts, sein Bruder Joe, ein Kleinstadt-Sheriff, wird von David Morse gespielt.
Auch als Kevin Spacey im Jahr 1996 Regie-Debüt feiert, ist Viggo Mortensen mit dabei. Im Thriller "Albino Alligator" spielt er eine Geisel in einer Kellerbar. Guy Foucard (links), so sein Charakter, gibt an, den Geiselnehmern Law (William Fichtner, Mitte) und Dova (Matt Dillon, rechts) bei der Flucht helfen zu wollen. Später stellt sich jedoch heraus, dass er selbst ein gesuchter Verbrecher ist und nur eigennützig handeln wollte.
An der Seite von Michael Douglas (rechts) und Gwyneth Paltrow ist Viggo Mortensen 1998 im Thriller "Ein perfekter Mord" zu sehen. Worum es geht? David (Mortensen) und Emily (Paltrow) führen eine Affäre, da Letztere sich von ihrem Mann (Douglas) nicht beachtet fühlt. Dieser will jedoch nur eines: die Liebe und Loyalität seiner Frau – er plant den perfekten Mord.
In "28 Tage" aus dem Jahr 2000 ist Viggo Mortensen wieder einmal der Mann, der sich zwischen eine Frau und ihren Freund stellt. An der Seite von Hauptdarstellerin Sandra Bullock mimt er den sex-, drogen- und alkoholsüchtigen Baseballstar Eddie Boone (Mitte).
Der 2004 erschienene Western-Film "Hidalgo – 3.000 Meilen zum Ruhm" basiert auf der Biografie von US-Cowboy Frank Hopkins und dessen Mustang Hidalgo. Viggo Mortensen schlüpft darin in die Rolle des 1951 verstorbenen Distanzreiters. Ein Stuntdouble brauchte er aber nicht: Der Schauspieler ist ein erfahrener Reiter.
Ein Jahr später, 2005, war Viggo Mortensen in dem Kinofilm "A History of Violence" zu sehen – mit doppelter Persönlichkeit. In seiner Heimatstadt kennen Tom Stall alle nur als den netten Coffeeshop-Besitzer Tom Stall (Bild), der mit Ehefrau Edie (Maria Bello) und den zwei Kindern ein glückliches Leben führt. Doch dann taucht plötzlich ein von Narben entstellter Mann auf und behauptet, er kenne Tom alias Joey Cusack aus der Unterwelt Philadelphias.
Zwielichtig geht es weiter. In dem Film "Tödliche Versprechen - Eastern Promises" schlüpft Viggo Mortensen 2007 in die Rolle des russischen Mafia-Mitglieds Nikolai. Für seine Darstellung des unterkühlten Chauffeurs und Problembeseitigers wird er später neben dem BAFTA und dem Golden Globe Award auch für einen Oscar nominiert.
Im Jahr 2008 zieht es Viggo Mortensen zurück zum Western. Als Everett Hitch soll er gemeinsam mit seinem Kollegen Virgil Cole (Ed Harris, links) im Wüstenstädtchen "Appaloosa" für Ordnung sorgen.
Ein Film ohne jegliche Rollennamen - auch das soll es geben. Und Viggo Mortensen spielt darin die Hauptrolle. 2009 kämpft er sich in dem Kinostreifen "The Road" gemeinsam mit seinem Film-Sohn durch ein postapokalyptisches Amerika. Ein Happy End gibt es nicht.
Für seine Hauptrolle in "Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück" (2016) wird Viggo Mortensen 2017 für den Oscar nominiert. Die Auszeichnung gewinnt er zwar nicht, dennoch überzeugt er mit seiner Darbietung des Aussteigers und Familienvaters Ben. Happy Birthday, Viggo Mortensen!