Ursula Karven entkam nur knapp einer Querschnittslähmung. Die Schauspielerin und Unternehmerin musste riesige Ängste aushalten und hat darüber jetzt in einem Interview gesprochen. Demnach brach sie sich 2015 an einem Filmset das Genick.

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Die 55-Jährige drehte vor rund vier Jahren einen TV-Film für das ZDF in den USA, als sie vom Pferd stürzte. Lange danach war sie nur mit Halskrause zu sehen, die ihren verletzten Nackenwirbel schützen sollte. Der "Bild" verriet Ursula Karven aber jetzt, dass die Verletzung weit dramatischere Folgen hatte, als sie damals die Öffentlichkeit wissen ließ.

Albträume und Ängste wurden Alltag

Als sie nach drei Monaten die Halskrause wieder abnehmen durfte, war bei Karven nämlich noch längst nicht alles in Ordnung. "Ich hatte Sehstörungen, Albträume, dachte, mein Gehirn funktioniert nicht mehr. Ich bin jede Nacht schweißgebadet aufgewacht. Ich war fast nicht mehr funktionsfähig. Ich konnte nicht mehr. Ich fühlte mich schutzlos. Wehrlos. Komplett ausgeliefert“, erklärte Karven in dem Interview.

Um das psychische Trauma zu überwinden, musste Ursula Karven in therapeutische Behandlung. "Mein Ex-Mann ist aus den USA eingeflogen und hat sich vier Wochen um unsere Kinder gekümmert, damit ich mich um mich kümmern konnte", so die Schauspielerin.

Fast zwei Jahre und "alle Hilfe, die ich bekommen konnte" habe sie gebraucht, um wieder zu einem normalen Alltag zurückzukehren. Heute geht es Ursula Karven wieder gut. Dass sie gerade jetzt diese Geschichte erzählt, hat einen Grund: "Diese verdammten Ängste ... und wie wir an ihnen wachsen" lautet der Titel des neuen Buchs der Schauspielerin, in dem sie Lebenshilfe geben will. "Jeder kann sein Gehirn trainieren wie einen Muskel. Ich kann meine Ängste enttarnen, sie erkennen, mit ihnen umgehen", sagte Karven.  © 1&1 Mail & Media / CF

Teaserbild: © Clemens Bilan/Getty Images