Robbie Williams: Sein Weg vom Boygroup-Sänger zum britischen Superstar

Seine musikalische Karriere startete Robbie Williams einst als Sänger der Boygroup Take That. Heute ist der Brite ein gefeierter Solokünstler und dreifacher Familienvater. Der Weg dahin brachte allerdings so manche Schattenseite mit sich. Zum 46. Geburtstag des Musikers am 13. Februar blicken wir auf sein Leben zurück. © spot on news

Robbie Williams' Unterhaltungstalent kommt nicht von ungefähr. Schon in jungen Jahren wird ihm die Entertainmentbranche dank seines Vaters Peter, der zu jener Zeit als Varieté-Künstler tätig ist, nähergebracht. Schon bald widmet sich Williams selbst der Bühne.
Im Pub seiner Mutter unterhält der junge Brite damals die Gäste – zunächst noch mit Playback-Einlagen zu alten Swing-Klassikern. Mama Jeanette zögert nicht lange und meldet ihren Sohn bei einem Radiowettbewerb an, bei dem Jungs für eine Boygroup gesucht werden – der Startschuss für Take That im Jahr 1990.
Mit gerade einmal 15 Jahren wird Robbie Williams Teil einer der erfolgreichsten Boybands der 1990er Jahre. Neben ihm gehören Gary Barlow (v.l.n.r.), Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange zu Take That.
1992 folgt das Debütalbum "Take That & Party", das es in den UK-Charts auf Platz zwei schafft. Große Erfolge feiert die Band mit der dritten Platte "Nobody Else", die sich bis heute mehr als sechs Millionen Mal verkauft hat und an der Chartspitze mehrerer Länder landet. Die Hit-Single "Back for Good" befindet sich auf dem Album, eines der bekanntesten Lieder von Take That.
Der schnelle Erfolg der Boygroup bringt aber seine Schattenseiten mit sich – besonders für Robbie Williams. Immer wieder macht der Sänger aufgrund zahlreicher Drogen- und Alkoholexzesse von sich reden. Die Folge: 1995 muss er die Band verlassen. Die offizielle Trennung von Take That folgt etwa ein Jahr später.
Nach dem Aus bei Take That öffnet sich für Williams eine neue Tür: Er startet als Solokünstler durch. 1997 bringt er sein Debütalbum "Life Thru a Lens" heraus, dessen Erfolg allerdings zunächst ausbleibt. Erst mit seiner Single "Angels", die im Dezember 1997 erscheint, verkauft sich auch seine Platte.
Auf "Angels" folgt eine Serie weiterer Erfolgs-Hits: Mit "Let Me Entertain You" (1998), "Millennium" (1998), "She's the One" (1999) und "Rock DJ" (2000) singt sich Williams in die Herzen seiner Fans. Auch internationale Künstlerinnen wie Kylie Minogue (l.) werden auf den Briten aufmerksam. "Kids", das Duett mit der Australierin, erscheint 2000.
Von seinen musikalischen Vorbildern Frank Sinatra, Sammy Davis und Dean Martin inspiriert, veröffentlicht Williams 2001 sein viertes Studioalbum "Swing When You're Winning". Darauf sind vor allem Swing-Klassiker, wie der Song "Somethin' Stupid", ein Duett mit Schauspielerin Nicole Kidman (l.). Das Original stammt von Frank Sinatra und dessen Tochter Nancy.
Mit "Feel" (2002) setzt Williams seine Hitparade fort. Die Single klettert in zahlreichen Ländern an die Chartspitze. 2004 folgt sein erstes "Greatest Hits"-Album – und parallel die Biografie "Feel".
Neben seiner Karriere thematisiert das Buch von Chris Heath auch die negativen Momente von Williams, wie etwa seine Drogensucht. Zudem scheint der Brite immer wieder mit Depressionen und Ängsten gekämpft zu haben, die dem Druck der Öffentlichkeit geschuldet waren.
Die psychischen Probleme tun seiner Karriere dennoch keinen Abbruch: 2006 schafft es der britische Popstar sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. Der Grund: An nur einem Tag werden mehr als 1,6 Millionen Tickets für seine Tour verkauft.
Das große Comeback: Nach der Take-That-Reunion im Jahr 2005, kehrt Williams 2010 zur Boygroup zurück. Im Oktober erscheint die Single "Shame", die Gary Barlow (r.) und Williams gemeinsam aufnehmen. Sie handelt von ihren vergangenen Differenzen und Ereignissen. Das sechste Studioalbum von Take That, "Progress", folgt im selben Jahr.
Nach dem erfolgreichen Comeback nimmt sich die Gruppe erneut eine Auszeit. Die Mitglieder widmen sich wieder ihren Soloprojekten, so auch Robbie Williams. Heute besteht die Band Take That nur noch aus den drei Musikern Gary Barlow, Howard Donald und Mark Owen. Hin und wieder gesellt sich Williams aber für den ein oder anderen Auftritt dazu.
Robbie Williams hat inzwischen mehr als zwölf Studioalben auf den Markt gebracht, zuletzt seine Weihnachtsplatte "The Christmas Present" (2019), auf der er mit der deutschen Schlagerkönigin Helene Fischer (r.) ein Duett singt. Und wie sieht es privat aus?
Seit 2006 ist Williams mit der US-Schauspielerin Ayda Field zusammen. 2010 gaben sich die beiden das Jawort. Zwei Jahre später kam ihre Tochter Theodora zur Welt, Sohn Charlton wurde 2014 geboren. Darüber hinaus bekam das Paar 2018 eine weitere Tochter, Colette, durch eine Leihmutter. Es könnte beruflich und privat nicht besser laufen.