Zum 80. Geburtstag von Ringo Starr: So trommelte der Musiker die Beatles zu Weltruhm

Er war der Schlagzeuger der wohl berühmtesten und erfolgreichsten Band aller Zeiten: Am 7. Juli feiert Ringo Starr als erster der "Fab Four" seinen 80. Geburtstag – ein Rückblick auf das bisherige Leben des ehemaligen Beatles-Drummers. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Weil ihr eigentlicher Schlagzeuger Pete Best erkrankt war, half Ringo Starr bei einem Beatles-Konzert 1961 im Liverpooler Cavern Club aus. Ein Jahr später begannen die Aufnahmen zur ersten Single "Love Me Do".
Obwohl Starr als begabtester Schlagzeuger in und um Liverpool galt, musste er gerade zu Beginn doch sehr um die Anerkennung seiner Bandkollegen kämpfen. So soll John Lennon einmal gesagt haben: "Der beste Drummer der Welt? Ringo ist nicht einmal der beste Schlagzeuger bei den Beatles!"
Ringo Starr stand dabei immer ein wenig im Schatten der drei anderen Beatles, John, Paul und George. Und auch sein Schlagzeugspiel wurde und wird oft unterschätzt, obwohl der Linkshänder mit dem Rechtshänder-Set maßgeblich zum revolutionären Sound der Band beitrug.
Wegen seines beschränkten Tonumfangs schneiderten ihm Lennon und McCartney eher einfache Stücke auf den Leib. Trotzdem bzw. gerade deswegen sind es die von Ringo gesungenen Songs, so zum Beispiel "With a Little Help From My Friends" oder "Yellow Submarine", die jeder und jede mitträllern kann.
So durfte das Scheidungskind, das in seiner Kindheit an mehreren Krankheiten litt, nur wenig zum Beatles-Katalog beisteuern – gerade einmal zwei selbst komponierte Songs schafften es ins Repertoire der "Fab Four": "Don’t Pass Me By" und "Octopus’s Garden".
Seine erste Frau war die Liverpoolerin Maureen Cox, mit der der Musiker drei Kinder hat.
Darunter Ringos Sohn Zak Starkey, der im Alter von zehn Jahren die Drumsticks in die Hände nahm und ebenfalls erfolgreicher Profi-Musiker ist. Er trommelte unter anderem für die Britpopper von Oasis und ist seit 1996 Mitglied bei der legendären Rockband The Who, wo er in die Fußstapfen seines großen Idols Keith Moon trat.
Durchaus selbstironisch mimte Starr dann im Film "Caveman" von 1981 den Höhlenmenschen Atouk. An seiner Seite: Das frühere Bond-Girl Barbara Bach, die er während der Dreharbeiten zu der Steinzeit-Komödie kennenlernte und nur zehn Tage nach der Premiere am 17. April 1981 heiratete.
Mitte der Achtziger spielten die beiden auch in "Princess Daisy" und Paul McCartneys Film "Broad Street". Während dieser Zeit gab sich Starr zusammen mit Bach vermehrt Partys und dem Alkohol hin. 1988 begaben sie sich dann in eine Entzugsklinik und konnten ihre Sucht erfolgreich überwinden.
Ihre Ehe hielt den schweren Zeiten Stand: Bach an der Seite ihres Mannes im vergangenen Jahr. Dem Alkohol hat Ringo Starr jetzt schon lange abgeschworen, auch das Rauchen hat der einstige Lebemann aufgegeben.
Sein Motto lautet schon seit vielen Jahren "Peace & Love". So begleitet er regelmäßig verschiedene Charity-Projekte. Hier mit Lennons Witwe Yoko Ono bei einer symbolischen Wiederauflage des "Bed-Ins" 2018 in New York.
Der zweite, neben Ringo noch lebende Beatle, Paul McCartney, unterstützt seinen langjährigen Freund noch immer regelmäßig bei seinen Projekten. So auch bei seinem letzten Soloalbum "What's My Name", für das die beiden den alten John-Lennon-Song "Grow Old With Me" neu aufnahmen.