Richard Lugner wird am 11. Oktober 85 Jahre alt. Zeit, eine Bilanz zu ziehen und über die - offenbar - gescheiterte Liebe mit Andrea und den Opernball 2018 zu plaudern.

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Richard Lugner ist gesundheitlich etwas angeschlagen. "Eine Verkühlung", sagt er. Der Baumeister sitzt in seinem Büro im dritten Stock der Lugner-City, seines Einkaufszentrums in Wien, und schnäuzt sich.

Den Prostatakrebs habe er dank Bestrahlungen überstanden, doch sein Immunsystem habe gelitten. Also nicht gerade klug von ihm, in der schon recht kühlen Herbstluft mit dem Cabrio zu fahren, bedauert er.

Wendy strippt in Reality-Doku. Das ist selbst Lugner zu viel.

Seinen 85. Geburtstag (11.10.) will Österreichs bekannter Gesellschaftslöwe aber von Zipperlein unbeeindruckt feiern. 100 Gäste sollen ins imposante Barockpalais Liechtenstein in Wien pilgern. "Der Jürgen Drews ist auch eingeladen, aber ich weiß nicht, ob er kommt."

Liebe mit "Goldfisch" Andrea bröckelt

Ein Fragezeichen steht auch hinter der Begleitung durch die 50-jährige Andrea. Die Beziehung zu seinem "Goldfisch" steht vor dem Aus. Seit einigen Monaten sind die beiden zusammen, aber Andrea sei erst einmal bei ihm zu Hause gewesen, klagt Lugner. "Das ist für eine Beziehung zu wenig." Das Problem: Sie sei ein Morgenmensch und er eine Nachteule. "Es funktioniert halt leider nicht."

Nach fünf Ehen und manchen weiteren Beziehungen droht dem Unternehmer aber keine Vereinsamung. Es lägen bereits Offerten von Frauen vor, die Tage und gegebenenfalls auch die Nächte mit ihm zu verbringen. "Darunter sind auch zwei 28-Jährige. Aber mit denen rede ich nicht, weil 28-Jährige sind für mich zu jung." Seine Zielgruppe seien nun Damen um die 40.

Noch keine Opernball-Zusage

Seit mehr als 25 Jahren lädt er mehr oder weniger illustre Gäste meist aus Hollywood in seine Opernball-Loge. Schon vor einem halben Jahr habe er um eine Loge für 2018 angesucht, aber eine Zusage habe er immer noch nicht.

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"Den Lugner mag man dort nicht, aber der Opernball profitiert von mir", sagt er ganz unbescheiden. Seine Auswahl für 2018 hat er schon getroffen. Wie üblich, wird der Name des Stargasts aber erst kurz vor dem Treffen der 5.000 besonders festlich gekleideten Gäste verraten. Und wie immer wird der von ihm bezahlte Stargast brav Autogrammstunden in der Lugner-City geben müssen.

Die Nachfolgefrage für alle Geschäftsbereiche sei zwar geklärt, meint Lugner. Aber Aufhören komme nicht infrage. "Ich danke derzeit nicht ab", so der Vater von vier Kindern und Opa von drei Enkelkindern. Sein Bekanntheitsgrad helfe dem Einkaufszentrum, das wie alle mit der Konkurrenz durch den Onlinehandel kämpft.

Lebensbilanz: "Bei mir ist alles gut gelaufen"

Nebenbei tritt der medienverliebte Mann noch in zwei TV-Sendungen ("Die Lugners", "Wir sind Kaiser") auf und ist stolz wie ein radschlagender Pfau, wenn die Episoden gute Einschaltquoten erzielen.

Beim Rückblick auf das Leben als Chef einer Baufirma mit 700 Mitarbeitern, als Inhaber eines Einkaufszentrums und als oft belächelter schräger Vogel, dem für eine Schlagzeile nichts zu peinlich ist, meint er: "Bei mir ist alles gut gelaufen - außer das mit den Frauen."  © dpa