(tma) - Nach Jenny Elvers-Elbertzhagens peinlichem Auftritt am Montag im NDR und dem Bekanntwerden ihres Alkoholproblems rechtfertigen sich jetzt sowohl der Sender, als auch die Moderatorin der Sendung, Bettina Tietjen.

Beide beteuern, alles Mögliche getan zu haben, um das Schlimmste zu verhindern. In der offiziellen Stellungnahme Bettina Tietjens heißt es, sie habe erst im Laufe der Sendung bemerkt, dass mit Frau Elvers etwas nicht stimme und habe dann versucht ihrem derangierten Interviewgast "zu helfen, das Gesicht zu wahren und das Gespräch so würdevoll wie möglich zu Ende zu bringen".

Thomas Kühn, Leiter der Abteilung Vorabend-Magazine des NDR erklärte, man habe kurz vor Beginn der Sendung nichts von ihrem desolaten Zustand bemerkt und sowohl ihren Part "deutlich gekürzt" als auch zwei zusätzliche, zuvor nicht eingeplante Einspielfilme ausgestrahlt.

Das sieht "Bild"-Kolumnistin Christiane Hoffmann anders, sie sprach der Schauspielerin ihr Mitgefühl aus und verurteilt die NDR-Verantwortlichen aufs Schärfste:

"Schämen wirst Du dich, musst Du aber nicht. Schämen muss sich der TV-Verantwortliche beim NDR, der hundertprozentig ein erfahrener Profi ist und genau abschätzen konnte, was passieren würde, als er Deine Alkohol-Fahne roch und Dein Lallen hörte, als Du im Studio aufgetaucht bist. Er hörte Dich kichern wie ein dummes Kind, aber das Klingeln der Quote war lauter. Er hätte NEIN sagen MÜSSEN. Die Entschuldigung ist so easy: Magen-Darm, unser Talkgast kann leider nicht. Dann Anruf beim Management – und raus mit der Wahrheit! Macht was, ihr geht's scheiße ...", schreibt sie auf "Bild.de".

Schämen sollte sich nach Meinung eines Großteils der Internet User auch Pro7: Zu einem Zeitpunkt, als Frau Elvers-Elbertzhagen schon offen über ihren bevorstehenden Entzug gesprochen hatte, kommentierte der Sender den Vorfall geschmacklos auf seiner Facebookseite. Unter anderem war dort zu lesen: "Geht's eigentlich noch peinlicher, liebe Jenny? In einer TV-Show plapperte sich Jenny Elvers-Elbertzhagen um Kopf und Kragen. Was haltet ihr von Jennys irrem Lall-Auftritt?" Ein Sturm der Empörung war die Antwort.

Götz Elbertzhagen brachte seine Frau gestern in eine Entzugsklinik, dieser Weg sei "unausweichlich", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Wahrscheinlich sind es Depressionen. Verschärft seit drei Monaten ist sie in dieser Situation."