Raquel Welch wird 80: Die größten Filmdiven damals und heute

Filmdiven wie Sophia Loren, Brigitte Bardot und Raquel Welch waren Idole einer ganzen Generation und verdrehten mit ihrer Schönheit den Männern die Köpfe. So sehen die Filmikonen der 50er- und 60er-Jahre heute aus. © 1&1 Mail & Media/spot on news

In den 60er- und 70er-Jahren war die US-Amerikanerin Raquel Welch der Traum vieler Männer. 1964 ergatterte sie ihre erste kleine Rolle in "König der heißen Rhythmen" mit Elvis Presley. Einem größeren Publikum wurde sie mit "Eine Million Jahre vor unserer Zeit" (1966) bekannt. Schnell erhielt sie den Stempel der erotischen Darstellerin verpasst – den sie auch nicht mehr los wurde.
Ende der 70er-Jahre zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück. 1979 ließ sie für den "Playboy" die Hüllen fallen und versuchte sich in den 80er-Jahren als Musical-Darstellerin am Broadway. Danach war sie in einigen Fernsehproduktionen zu sehen – 2001 hatte sie eine kleine Rolle in "Natürlich blond".
Sie wurde in den 1960er-Jahren zum Filmstar und zählte zu den schönsten Frauen Italiens: Sophia Loren. Mit Filmen wie "Hausboot" (1958), "Es begann in Neapel" (1960) und "Und dennoch leben sie" (1960) wurde sie zu einer namhaften Schauspielerin in Hollywood und stieg zum Sexsymbol auf.
Von 1950 bis 2014 war Loren in über 100 Film- und Theaterproduktionen zu sehen. Danach wurde es still um die Filmikone. 2020 kündigte die Streaming-Plattform Netflix allerdings einen neuen Film mit ihr an. In "La vita davanti a sé" wird die 85-Jährige eine ehemalige Prostituierte mimen.
Brigitte Bardot verdrehte in den 60er-Jahren den Männern den Kopf. Die französische Schönheit war das Sinnbild der Erotik und schaffte 1956 mit dem Film "Und immer lockt das Weib" den internationalen Durchbruch als Schauspielerin. Mit den Streifen "Die Verachtung" (1963) oder "Viva Maria!" (1965) stieg sie zum Sexsymbol auf.
Doch schon 1973 kehrte sie der Schauspielerei den Rücken. Bis heute war Brigitte Bardot nicht mehr auf einer Leinwand zu sehen. Heute lebt die einstige Ikone abgeschieden in Saint-Tropez und hat sich voll und ganz dem Tierschutz verschrieben. Für Wirbel sorgt die Aktivistin immer wieder mit ausländerfeindlichen Bemerkungen.
Die Schauspielerin Gina Lollobrigida war der Inbegriff des Sexappeals der 50er-Jahre. Der Durchbruch gelang der italienischen Schönheit im Jahr 1951 mit dem Film "Fanfan, der Husar". Nach etwa 60 Filmen wie "Der Glöckner von Notre Dame" (1956) zog sie sich in den 70er-Jahren von der Schauspielerei zurück und widmete sich der Fotografie und der Bildhauerei.
Nur noch gelegentlich war Gina Lollobrigida danach in Filmen oder Serien zu sehen. Zuletzt hatte sie 2011 einen Cameo-Auftritt in "Box Office 3D: Il film dei film". Kürzlich sorgte die Schauspielerin für Schlagzeilen, weil ein Strafverfahren gegen ihren Manager eröffnet wurde. Er soll Lollobrigida um Millionen betrogen haben.
Durch James Bond wurde sie berühmt: Die Schweizerin Ursula Andress ging als erstes Bondgirl in die Geschichte ein. In "James Bond jagt Dr. No" (1962) verdrehte sie Sean Connery den Kopf. Später wurde sie zum "besten Bondgirl aller Zeiten" gewählt. Danach war sie in zahlreichen Produktionen zu sehen und war der Inbegriff der verführerischen Venus.
Ihr letzter großer Kinoerfolg war im Jahr 1981 der "Kampf der Titanen". Danach stand Andress vor allem für Fernsehproduktionen vor der Kamera. Heute lebt sie zurückgezogen in der Nähe von Rom und hat mit ihrer Gesundheit zu kämpfen. "Ich habe alle Zutaten des Alters: Diabetes, hohen Blutdruck, Arthrose", erklärte sie im Gespräch mit "Glückspost".
Claudia Cardinale zählt zu den größten Filmdiven unserer Zeit. Ihr Leinwanddebüt gab sie 1958 mit dem Film "Goha". Berühmt machte sie ein anderer Film: Als Bürgerstochter in "Der Leopard" begeisterte sie 1963 das Publikum. Auch in anderen Filmklassikern wie "Achteinhalb" (1963) und "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968) war Cardinale zu sehen.
Auf der Berlinale 2002 erhielt Claudia Cardinale den Goldenen Bären für ihr Lebenswerk. Außerdem ist sie UNESCO-Botschafterin, setzt sich bis heute gegen häusliche Gewalt ein und kämpft für Frauenrechte. Als Schauspielerin ist sie immer noch tätig. 2020 stand sie für die Serie "Bulle" vor der Kamera.
Die zweifache Oscarpreisträgerin Jane Fonda entwickelte sich im Laufe ihrer Karriere vom Sexsymbol zur ernsthaften Charakterdarstellerin. Im Alter von 23 Jahren gab sie mit "Je länger – je lieber" ihr Schauspieldebüt und sackte dafür 1962 einen Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ein.
1990 zog sie sich für einige Zeit aus dem Filmgeschäft zurück. 2005 kehrte sie schließlich mit "Das Schwiegermonster" an der Seite von Jennifer Lopez zurück. Ans Aufhören ist bei Jane Fonda nicht zu denken: Seit 2015 spielt sie in der Netflix-Serie "Grace und Frankie" die Rolle der Grace. Außerdem engagiert sie sich für den Klimaschutz und nimmt regelmäßig an Demonstrationen teil.
Judi Dench war zunächst am Theater verwurzelt, bis sie in den frühen 60er-Jahren ihre Filmkarriere begann. Sie spielte in zahlreichen Shakespeare-Inszenierungen mit und galt als eine der besten Theaterschauspielerinnen Englands. Weltweit bekannt wurde sie 1995 als erste weibliche MI6-Chefin "M" im James Bond-Film "Golden Eye".
Bis heute hat Judi Dench in über 60 Filmen mitgespielt. So stand sie beispielsweise neben Johnny Depp in "Chocolat – Ein kleiner Biss genügt" (2000) oder für die Agatha-Christie-Verfilmung "Mord im Orient Express" (2017) vor der Kamera. Zuletzt war sie im Musical-Film "Cats" (2019) zu sehen.
Zu den Filmdiven zählt auch die französische Schauspiellegende Catherine Deneuve. Die langen blonden Haare wurden zum Markenzeichen der geheimnisvollen Schönheit. Der Durchbruch gelang ihr mit 21 Jahren im Musicalfilm "Die Regenschirme von Cherbourg" (1964). Danach ging ihre Karriere steil bergauf und die Regisseure rissen sich um die schöne Blondine.
Bis heute übernahm Catherine Deneuve in mehr als 100 Spielfilmen die Hauptrolle, zuletzt im Kinofilm "La Vérité – Leben und lügen lassen". Im Jahr 2019 erlitt die Schauspielerin einen leichten Schlaganfall. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt konnte sie in ihre Pariser Wohnung zurückkehren.
Kim Novaks Karriere hatte in den 50er- und 60er-Jahren ihren absoluten Höhepunkt. 1958 wurde sie durch ihre Leistung in Alfred Hitchcocks "Vertigo – Aus dem Reich der Toten" von den Kritikern in den Himmel gelobt. Es folgten weitere Filme wie "Fremde, wenn wir uns begegnen" (1960) oder "Noch Zimmer frei" (1962).
Allerdings wurde es in den 90er-Jahren still um Kim Novak. Ihren letzten Filmauftritt hatte sie 1991 in "Liebestraum". Sie lebt zurückgezogen auf einer Farm in Oregon und hat gelegentlich bei Filmfestivals einen Auftritt. So war sie 2013 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes der Ehrengast.