(abi) - Schwule sind "ekelerregend" und "die meisten [...] haben Aids." Mit diesen Kommentaren machte sich kürzlich Paris Hilton zum Feind der Homosexuellen-Szene, in der das It-Girl eigentlich immer recht beliebt war. Nach den teilweise heftigen Reaktionen rudert die Hotel-Erbin jetzt zurück.

Paris scheint auf einmal viele Vorurteile gegen Schwule zu haben. In dem Gespräch mit einem schwulen Freund, das ohne ihr Wissen im Taxi aufgenommen wurde, sagt sie, dass sie denkt, dass die meisten Schwulen eh schon Aids haben, da sie so "notgeil" sind und nur an Sex denken.

Nachdem bereits Hiltons Sprecher versuchte, die bedenklichen Kommentare zu entschärfen wendet sich Paris jetzt direkt an die Homo-Gruppe "GLAAD" (Gay & Lesbian Alliance Against Defamation), wie das Portal "Queer.de" berichtet. So beteuere sie in einem Brief, dass sie immer ein großer Unterstützer der Gay Community gewesen sei und das immer bleiben werde. Außerdem bereue sie es, dass sie ihren schwulen Freunden, Fans und deren Familien mit diesen Aussagen Kummer bereitet habe.

Weiterhin stelle sie klar, dass sie das Thema HIV und Aids sehr ernst nehme und dass die Krankheit jeden treffen könne, egal ob homo- oder heterosexuell, Mann oder Frau. Zum Schluss versucht Hilton nochmal verzweifelt, die Sympathie der Homosexuellen wieder zu erlangen: "Schwule sind die stärksten und inspirierendsten Leute, die ich kenne."

Nicht nur Paris versucht derweil, die Äußerungen zu verharmlosen. So sollen dem schwulen Blogger Perez Hilton "exklusiv" Informationen zu dem Vorfall übermittelt worden sein. Laut diesen soll die Aufnahme manipuliert gewesen sein, um die Hotel-Erbin ignorant erscheinen zu lassen. Außerdem sollen die Beteiligten während des Vorfalls "offensichtlich blau" gewesen sein, und sich um einen Bekannten Sorgen gemacht haben, der HIV-positiv war und ungeschützten Sex habe.

Ob ihre "aus tiefstem Herzen" kommende Entschuldigung akzeptiert wird oder ihre homosexuellen Fans Paris Hilton aufgrund ihrer ignoranten Aussagen jetzt meiden bleibt abzuwarten.