Durch ein Interview, in dem sie den Sinn ihrer lebensrettenden Gehirn-OP infrage gestellt hatte, ist Monica Lierhaus in den vergangenen Tagen in die Kritik geraten. Im ZDF-"Donnerstalk" mit Dunja Hayali relativierte die Sport-Moderatorin nun ihre Aussagen und stellte klar: "Ich finde das Leben lebenswert."

Behinderten-Vertreter kritisieren Monica Lierhaus scharf.

Im ZDF-"Donnerstalk" mit Dunja Hayali, die in der Sommerpause Maybritt Illner vertritt, äußerte sich Monica Lierhaus erneut zu den Vorwürfen nach einem Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Ich habe gesagt, ich GLAUBE, ich würde die Operation nicht noch einmal machen. Und tatsächlich wäre mir auch viel erspart geblieben", sagte die 45-Jährige, die für den ZDF-"Donnerstalk" als Reporterin im Einsatz war. "Aber ich hätte auch vieles nicht erlebt, zum Beispiel die WM in Brasilien […]."

Vertreter von Behindertenverbänden hatten Lierhaus für das Interview scharf kritisiert. Mit ihrem Statement habe sie den Lebenswert von Menschen mit Behinderung generell infrage gestellt. Auch im Internet gab es viel Gegenwind. Unterstützung bekam sie aber unter anderem von dem verunglückten "Wetten, dass..?"-Kandidaten Samuel Koch.

Es ist bereits das zweite Mal, dass Lierhaus zu den Vorwürfen Stellung nimmt. Bereits im Vorfeld hatte sie klargestellt, dass sie nur für sich persönlich gesprochen habe und ein Leben mit Behinderung keinesfalls habe abwerten wollen. Im "Donnerstalk" hob sie aber besonders hervor, dass sie ihrem Leben trotz der Einschränkungen viel abgewinnen könne: "Ich finde das Leben auch lebenswert, ich bin nicht lebensmüde." (jwo)